Vor dem legendären Lauberhorn-Wochenende gibt es Sorgen um einen der ganz Großen. Ski-Routinier Dominik Paris kämpft weiterhin mit Schmerzen – und das nach einem zweiten Abfahrtstraining, das sportlich klare Kräfteverhältnisse zeigte.
Der Südtiroler kam am Donnerstag nach seiner Fahrt sichtlich angeschlagen ins Ziel, setzte sich sofort in den Schnee und fasste sich an den linken Skischuh. Auch danach bewegte sich der 36-Jährige nur humpelnd durch den Zielraum. Entwarnung gab Paris zwar selbst, ganz neu ist das Problem aber nicht.
"Es ist nichts Schlimmes. Den Schmerz habe ich seit November in Copper Mountain. Wenn es richtig eisig ist und die Strecke so lang, spüre ich den Knöchel", erklärte der Abfahrts-Spezialist. Gerade Wengen mit seiner enormen Länge und den harten Passagen ist allerdings eine maximale Belastungsprobe – Paris landete im Training nur auf Rang 22 (+3,22). Knapp drei Wochen vor den Olympischen Spielen in seiner Heimat Italien ist er weit weg von seiner Topverfassung.
Ganz vorne zog dagegen ein Landsmann allen davon. Giovanni Franzoni bestätigte seine Bestzeit vom Dienstag eindrucksvoll, steigerte sich noch einmal deutlich und gewann das zweite Training mit 1:27,37 Minuten. Über eine Sekunde Vorsprung: Damit ist der Italiener der Mann, den es am Samstag zu schlagen gilt.
Die Verfolger hatten bereits Respektabstand. Maxence Muzaton (+1,14) und Nils Allegre (+1,18) aus Frankreich komplettierten das Podest des Trainings. Bester Österreicher war Raphael Haaser auf Rang vier (+1,47), der sich auf der Lauberhorn-Abfahrt erneut solide präsentierte.
Auch die weiteren ÖSV-Asse landeten im vorderen Feld, allerdings mit größerem Rückstand. Stefan Babinsky wurde Sechster (+2,10), Daniel Hemetsberger Achter (+2,23), Manuel Traninger Neunter (+2,35). Vincent Kriechmayr belegte Platz zwölf (+2,46).
Alles zum Ski-Weltcup im "Heute"-Datencenter.