Wenn das passiert, sperrt Wien Lokale sofort wieder zu

Ein weiterer Gastro-Lockdown schwebt immer noch wie ein Damokles-Schwert über Wien.
Ein weiterer Gastro-Lockdown schwebt immer noch wie ein Damokles-Schwert über Wien.HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com
Nun ist es raus: Auch in Wien sperren am 19. Mai Lokale, Hotels, Kultur und Co. wieder auf. Doch die weitreichende Öffnung steht auf Messers Schneide.

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat nach einem virtuellen Gipfel mit zahlreichen Top-Experten aus dem Gesundheitsbereich seine Entscheidung gefällt: Der angekündigte "Mittelweg" ist Geschichte, Wien sperrt mit dem Rest Österreichs am 19. Mai 2021 alles auf – "Heute" berichtete LIVE von der Pressekonferenz.

Der Stadtchef begründete diesen Schritt mit dem Erfolg des Osterlockdowns, der die Infektionszahlen stärker gedrückt habe, als sogar von den Experten prognostiziert worden war. "Langsam aber doch" entspanne sich auch die Lage auf den Intensivstationen. Ludwig warnt aber: "Der Spielraum ist ein enger und es ist darauf zu achten, dass uns die Situation nicht entgleitet".

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Wichtigste Zahl

Mit verstärktem PCR-Testangebot und neu gebildeten Einsatzteams zur Kontrolle der Sicherheitsbestimmungen wolle man der Gefahr durch die Öffnungen entgegenwirken. Im Rahmen der Pressekonferenz erklärte Michael Ludwig auch, wie reagiert werden müsse, sollte die Lage trotz aller Vorsicht neuerlich zu kippen drohen.

Michael Ludwig (SPÖ) bei der Pressekonferenz zu den Öffnungen in Wien am 6. Mai 2021.
Michael Ludwig (SPÖ) bei der Pressekonferenz zu den Öffnungen in Wien am 6. Mai 2021.HANS PUNZ / APA / picturedesk.com

Inzidenzen seien dabei eine wichtige Orientierungshilfe, doch "die wichtigste Zahl für mich, sind die Belegzahlen in den Spitälern, besonders auf den Intensivstationen", erklärte der SP-Wien-Chef.

"Nichts wäre schlimmer"

Er mahnt die Bevölkerung: "Wenn wir jetzt Öffnungsschritte setzten, darf nicht der Eindruck entstehen, jetzt ist alles vorbei". Die Gefahr durch die Pandemie sei immer noch allgegenwärtig.

"Falls sich die Belegszahlen wieder nach oben bewegen", warnt Ludwig, werde man die angekündigten Öffnungsschritte zurücknehmen, oder gar wieder Verschärfungen durchführen.

"Nichts wäre schlimmer, als wenn wir vor dem Sommer Schritte setzen müssten, die eine Rückkehr zu einem Zustand bedeuten, den wir alle nicht wollen."

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