Je näher das Finale rückt, desto größer wird das Unverständnis rund um Gil Ofarim (43). Nach seinem überraschenden Einzug ins Finale steht der Musiker mehr denn je im Mittelpunkt – und spaltet wie kein anderer Kandidat dieser Staffel.
In der RTL-Nachbesprechung "Die Stunde danach" versucht Satiriker Lutz van der Horst, das Phänomen Gil einzuordnen. Mit überschaubarer Beruhigung.
Ausgangspunkt der Diskussion: die Aussagen von Simone Ballack (49), die kurz vor ihrem Rauswurf selbst nicht mehr wusste, was draußen eigentlich los ist. Im Camp, so ihr Eindruck, könne niemand nachvollziehen, warum Gil trotz des massiven Shitstorms vor der Show plötzlich so weit gekommen sei.
Lutz van der Horst greift genau diesen Punkt auf – und spricht aus, was viele Zuschauer offenbar denken. "Wir draußen verstehen es aber auch nicht", stellt er klar. Eine Aussage, die sitzt. Denn während Gil im Camp immer wieder betont, nichts sagen zu dürfen, scheint ihm genau dieses Schweigen bei Teilen des Publikums eher zu nutzen als zu schaden.
Doch van der Horst geht noch einen Schritt weiter und zündet verbal die nächste Eskalationsstufe. Mit bitterem Humor warnt er: "Wenn Gil gewinnt, dann haben wir Bürgerkrieg." Überspitzt, satirisch gemeint, aber mit einem ernsten Kern. Denn kaum ein möglicher Dschungelkönig würde derzeit so polarisieren wie Gil Ofarim.
Fest steht: Der Musiker ist längst nicht mehr nur Kandidat, sondern Symbolfigur einer zutiefst gespaltenen Dschungel-Gemeinde. Während die einen in ihm eine Comeback-Story sehen, empfinden andere seinen Erfolg als Provokation.
Ob es am Ende wirklich zur Krönung kommt oder doch noch zum Stimmungs-Knall. Der Finalabend verspricht in jedem Fall eines zu werden: explosiv.