Lohn-Knaller in Österreich

Wer jetzt bei McDonald's arbeitet, bekommt mehr Geld

Angestellte von McDonalds bekommen in Österreich nun mehr Gehalt und Urlaub. Dadurch sollen die Arbeitsverhältnisse deutlich attraktiver werden.
Newsdesk Heute
15.05.2025, 14:06
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Die 9.600 Mitarbeiter von McDonald's Österreich dürfen sich über einen eigenständigen Kollektivvertrag und neue Vorteilen freuen. Darauf hat sich die Gewerkschaft "vida" und der Österreichische Gewerkschaftsbund (OGB) mit der Fast-Food-Kette geeinigt.

Deutliche Lohnerhöhung

Konkret bedeutet das für die Angestellten eine Lohnerhöhung von 3,9 Prozent. Das Lehrlingseinkommen steigt im Schnitt sogar um 4,1 Prozent. Darüber hinaus wurden weitere Maßnahmen getroffen, um die Arbeit in der Systemgastronomie attraktiver zu gestalten, informiert der ÖGB am Donnerstag.

Hinzu kommt auch ein neues festgeschriebenes Recht auf Aufstockung bei Teilzeit. Dadurch können Beschäftigte, die regelmäßig mehr als 20 Prozent der vereinbarten Teilzeit arbeiten, bis hin zur Vollzeit aufstocken.

Verbesserung für Eltern

Mehr Geld gibt es zudem für Mitarbeiter, die bereits längere Zeit in der Systemgastronomie beschäftigt sind – und zwar durch die eingeführte Vordienstzeitenanrechnung. Alle bisher beim selben Arbeitgeber geleisteten Zeiten – auch Lehrjahre – können künftig angerechnet werden. Zusätzlich werden bis zu drei Jahre aus anderen Unternehmen der Systemgastronomie bzw. von anderen McDonald’s-Standorten angerechnet.

Eine Verbesserung im Kollektivvertrag richtet sich gezielt an Eltern: Beschäftigte in Elternteilzeit haben künftig Anspruch auf Jubiläumsgeld in jenem Ausmaß, das ihrem Beschäftigungsausmaß vor der Elternteilzeit entspricht.

"Attraktive Arbeitsbedingungen"

"Mit diesem Kollektivvertrag zeigen wir, dass Sozialpartnerschaft in der Systemgastronomie funktionieren kann. Er bringt konkrete Entlastung, mehr Fairness und Perspektiven für die Beschäftigten", sagt Eva Eberhart, Fachbereichsvorsitzende Tourismus der Gewerkschaft vida.

"Wir sind sehr stolz auf unseren eigenen Kollektivvertrag, durch welchen gezielte Verbesserungen für alle unsere 9.600 Mitarbeiter:innen erreicht werden konnten. Dadurch tragen wir unserem Bestreben, besonders attraktive und zeitgemäße Arbeitsbedingungen bieten zu können, Rechnung", betont Karin Probst, Personalchefin von McDonald’s Österreich.

Neue Urlaubsregelung

Die neuen Regelungen komplementieren zudem die Verbesserungen vom 1. Juli 2024. Seither gibt es für Beschäftigte in den österreichischen McDonald’s-Restaurants mehr freie Sonntage. Künftig kann der 6. Arbeitstag in der Woche durchgerechnet werden. Für Arbeitnehmer gibt es zusätzlich einen Freizeittag. Das schaffe mehr Flexibilität bei gleichzeitigem Schutz vor Überlastung.

Neu ist auch der Nachtzuschlag von 30 Prozent des Stundenlohns. Dieser wird für die Arbeit zwischen 24:00 und 6:00 Uhr bezahlt.

Nach 15 Dienstjahren erhalten Mitarbeiter der Fast-Food-Kette zudem eine zusätzliche Urlaubswoche – zuvor benötigte man 25 Jahre Mindestzugehörigkeit. Konkret erhalten Arbeitnehmer ab sechs Dienstjahren einen zusätzlichen Urlaubstag, nach neun Dienstjahren zwei weitere Urlaubstage, ab zwölf Dienstjahren drei Urlaubstage und schließlich nach 15 Dienstjahren fünf zusätzliche Urlaubstage.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 15.05.2025, 14:24, 15.05.2025, 14:06
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