Neue Einspeistarife

Wer wie viel kassiert – Bei Solar-Strom wird alles neu

Tausende Photovoltaik-Besitzer müssen sich umstellen. Der Vorarlberger Energieversorger illwerke vkw schafft fixe Einspeisetarife ab.
Newsdesk Heute
08.06.2026, 15:51
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Für viele Besitzer einer Photovoltaik-Anlage ist die Einspeisevergütung ein wichtiger Teil der Rechnung. Jetzt kommt auf tausende Kunden in Vorarlberg eine große Änderung zu.

Der landeseigene Stromanbieter illwerke vkw schafft die bisherigen fixen Einspeisetarife ab. Künftig wird der ins Netz eingespeiste Solarstrom nur noch über variable Tarife vergütet, das schreibt der ORF.

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37.000 Haushalte können versorgt werden

Hintergrund ist der starke Ausbau der Photovoltaik. Allein rund 20.000 PV-Anlagen speisen mittlerweile Strom in das Netz der illwerke vkw ein. Zusammen liefern sie so viel Energie, dass mehr als 37.000 Haushalte ein Jahr lang versorgt werden könnten.

Mit der steigenden Strommenge sinken allerdings zu bestimmten Tageszeiten die Marktpreise. Vor allem rund um die Mittagszeit, wenn besonders viele Anlagen gleichzeitig Strom produzieren, fällt der Preis.

"Wenn mittags sehr viele PV-Anlagen gleichzeitig einspeisen, ist der Marktpreis deutlich niedriger als zu Zeiten mit hoher Nachfrage und geringer Erzeugung", begründet laut ORF illwerke-vkw-Vorstand Quido Salzmann die Umstellung.

Nicht nur Neukunden betroffen

Die Änderung betrifft nicht nur neue Kunden. Auch bestehende Verträge werden umgestellt. Wer keinen neuen Vertrag abschließt, dessen bisheriger Vertrag läuft laut Unternehmen aus.

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Betroffene stehen damit vor der Wahl: auf das neue Tarifsystem umsteigen oder einen anderen Anbieter suchen. Als Alternative nennt das Unternehmen unter anderem Energiegemeinschaften, die unterschiedliche Modelle für Einspeisung und Strombezug anbieten.

Übergangsregel für Kunden

Ganz abrupt erfolgt die Umstellung allerdings nicht. Wer einen neuen Vertrag abschließt, erhält für das Jahr 2027 noch einen fixen Einspeisetarif von sieben Cent pro Kilowattstunde.

Erst ab 2028 wird die Vergütung monatlich angepasst. Die betroffenen Kunden sollen laut illwerke vkw noch in diesem Monat schriftlich informiert werden.

So können Kunden reagieren

Der Energieversorger empfiehlt PV-Besitzern, möglichst viel des selbst erzeugten Stroms direkt zu nutzen.

"Wir empfehlen unseren PV-Kundinnen und -Kunden, den Stromverbrauch gezielt in sonnenreiche Zeiten zu verlagern und damit den Eigenverbrauch zu erhöhen", sagt PV-Experte Andreas Vonblon im ORF.

Dazu zählen etwa Haushaltsgeräte, die bevorzugt während der Sonnenstunden betrieben werden. Auch Batteriespeicher können helfen, den selbst erzeugten Strom später zu nutzen. Die Anschaffung eines Batteriespeichers wird vom Energieversorger heuer mit bis zu 500 Euro gefördert.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 08.06.2026, 16:13, 08.06.2026, 15:51
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