Ab Samstag droht WhatsApp-Sperre – das musst du nun tun

Neue AGB: So geht WhatsApp gegen alle vor, die nicht zustimmen
Neue AGB: So geht WhatsApp gegen alle vor, die nicht zustimmen20M
Ab Samstag zwingt WhatsApp alle seine Nutzer zur Zustimmung seiner umstrittenen AGB-Änderung. Wer nicht mitspielt, kann gesperrt werden.

Schon die Ankündigung im Jänner 2021 sorgte für einen internationalen Aufschrei und führte zu einem Massen-Exodus von Millionen Nutzern zur Konkurrenz. WhatsApp reagierte und gewährte allen einen monatelangen Aufschub bei der Zustimmung zu seinen scharf kritisierten neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) – bis jetzt.

Ab 15. Mai werden alle User langsam aber doch zur Zustimmung gezwungen. In einem neuen Beitrag auf der hauseigenen Webseite erklärt der beliebte Messenger, was passiert, wenn man die neuen AGB nicht gleich akzeptiert.

Die erfreuliche Ansage des Unternehmens: "Niemand wird durch dieses Update am 15. Mai seinen Account verlieren oder Funktionalität innerhalb von WhatsApp einbüßen". Nicht direkt am Samstag, nein, doch ohne Konsequenzen bleibt die Weigerung für die User aber nicht.

Was jetzt passiert

In den kommenden Wochen sollen die Nutzer wiederholt auf ihr Versäumnis hingewiesen werden. Irgendwann soll diese Erinnerung auch permanent eingeblendet werden.

Nach dieser Schonfrist wird WhatsApp bei Sturschädeln die virtuelle Daumenschraube enger anziehen: Nach und nach werden Nutzer von Funktionen des Messengers ausgeschlossen. Die App wird praktisch unnutzbar.

"Du wirst deine Chatliste nicht mehr ansteuern können, aber immer noch eingehende Sprach- und Videoanrufe annehmen können", beschreibt das Unternehmen die Maßnahmen. Wer Pop-up-Fenster für Nachrichten aktiviert hat, kann immer noch über diese antworten.

120 Tage bis zur Löschung

Der Schlussstrich folgt dann nach "wenigen Wochen" mit eingeschränkter Funktionalität: "Du wirst weder eingehende Anrufe oder Nachrichten empfangen noch wird WhatsApp dir Nachrichten oder Anrufe mehr auf deinem Telefon durchstellen". 

Es ist die letzte Möglichkeit auf Android- und Apple-Handys noch alte Chatverläufe zu sichern und den Accountbericht herunterzuladen. Nach 120 Tagen der Inaktivität – das war auch bisher so geregelt – werden Nutzerkonten dann endgültig gelöscht.

Als User hat man eigentlich keine Wahl. Entweder stimmt man der AGB-Änderung zu, oder muss über kurz oder lang auf einen anderen Messenger-Dienst ausweichen. Alternativen wie Signal, Telegram oder Threema gibt es genug.

Was die neuen AGB bedeuten

Die neuen AGB beziehen sich nämlich vor allem auf die Kommunikation zwischen Unternehmen und ihren Kunden, zustimmen müssen aber alle Nutzer, auch private. So bietet WhatsApp künftig unter anderem mehr Möglichkeiten, WhatsApp-Usern Produkte zu verkaufen, die auf einer anderen Plattform wie beispielsweise Instagram – das auch zu Facebook gehört – angezeigt wurden.

Um dies möglich zu machen, möchte der Konzern die Daten auf den verschiedenen Plattformen besser miteinander verlinken. Dies hat dazu geführt, dass konkurrenzierende Chat-Dienste wie etwa Signal, Threema oder Telegram zu Beginn dieses Jahres einen starken Anstieg an Nutzerzahlen verzeichnen konnten. Auch einige Leser sind von WhatsApp auf einen dieser Dienste umgestiegen. Hier erzählen sie, wieso.

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