Gefallener Immo-Jongleur

Wichtige Benko-Entscheidung vor Gericht noch am Montag

Für die Signa-Holding steht ein spannender Entscheidungstag bevor. Das Handelsgericht entscheidet über die Ansprüche der Gläubiger der Signa-Gruppe.
Newsdesk Heute
29.01.2024, 10:14
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Die umfangreichste Pleite in der Geschichte der Republik wird aktuell quasi scheibchenweise vor Gericht aufgearbeitet. Am Montag folgt nun ein wichtiger Termin vor dem Handelsgericht in Wien. Die Passiva der schon insolventen Einzelteile der Signa-Gruppe belaufen sich mittlerweile auf mehr als zehn Milliarden Euro. Neuesten Meldungen aus Deutschland zufolge steht auch die Luxuskaufhause-Kette KaDeWe vor der Insolvenzanmeldung. Das hätte wohl auch Auswirkungen auf das noch in Bau befindliche Lamar in der Wiener Mariahilfer Straße, sollte ja auch das von der KaDeWe-Gruppe betrieben werden. 

Ab dem frühen Nachmittag wird klarer sein, wie der aktuelle Status im Verfahren der Holding-Insolvenz ist. Der Sanierungsverwalter Christof Stapf wird Zuge der sogenannten Prüfungstagsatzung einen Bericht vorlegen. Dann sollte auch klar sein, wie viele Gläubiger welche Forderungen geltend gemacht haben. Alleine im Falle der Signa-Holding belaufen sich die Passiva, also die Schulden, auf rund fünf Milliarden Euro. 

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Gerichtstermin soll Gewissheit bringen

Bis vor zwei Wochen hatten Gläubiger Zeit, ihre Forderungen zu stellen. Karl-Heinz Götze vom Kreditschutzverband von 1870 erklärt gegenüber dem Ö1-Morgenjorunal am Montag, dass es auch im weiteren Verlauf des Verfahren möglich sein wird, Forderungen zu stellen. Aber selbst Experten können nicht abschätzen, wie hoch die genauen Zahlen ausfallen werden. Der Termin am Montag ist also für alle Beteiligten eine Art Wundertüte und soll für die Beteiligten Gewissheit bringen. Bei den Forderungen muss es übrigens nicht nur um offene Rechnungen gehen. Es könnten sich auf Ansprüche aus Haftungen auf der Liste finden. 

Grundsätzlich muss das Gericht am Montag auch entscheiden, welche Ansprüche überhaupt gerechtfertigt sind und wie es um die Erlöse aus der Verwertung von Vermögensteilen steht. Götze erklärt, dass der Zeitdruck nun weg sei. Nun könne man sich in besser ansehen, was bei den beiden wichtigsten ebenfalls insolventen Immobilien-Töchtern – die Signa-Prime und die Signa-Development –samt Beteiligungen passiere. Zumindest bei der Devolpment stünden die Zeichen gut, einen "Firesale" also einen Notverkauf, der weniger Geld einbringen würde, abwenden zu können. 

{title && {title} } red, {title && {title} } 29.01.2024, 10:14