Das angestrebte Sanierungsverfahren des Tiroler Metallunternehmens Tirometall GmbH dürfte gescheitert sein. Wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) am Mittwoch mitteilte, hat sich der geplante Investor kurzfristig zurückgezogen. Damit kann der vereinbarte Sanierungsplan nicht umgesetzt werden.
Das Unternehmen mit Sitz in Langkampfen (Bezirk Kufstein) hatte Mitte August des vergangenen Jahres beim Landesgericht Innsbruck ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Damals wurde auf einen finanzstarken Investor gesetzt, der die Fortführung des Betriebs ermöglichen sollte.
Erst im Februar hatten sich Unternehmen und Gläubiger auf einen Sanierungsplan geeinigt. Durch den Rückzug des Investors fehlt nun jedoch ein zentraler Bestandteil dieses Plans. Einer von insgesamt fünf Punkten könne nicht erfüllt werden, teilte der AKV mit. Deshalb werde dem Sanierungsplan voraussichtlich die gerichtliche Bestätigung versagt.
Damit dürfte Tirometall im Rahmen eines Konkursverfahrens liquidiert werden.
Wie hoch die Quote für die Gläubiger ausfallen könnte, ist derzeit noch unklar. Laut AKV dürften sich die Passiva durch mögliche Schadenersatzforderungen sowie Ansprüche von Mitarbeitern noch deutlich erhöhen. Zuletzt waren Forderungen von 11,3 Millionen Euro anerkannt worden – bei Gesamtforderungen von mehr als 16 Millionen Euro.
Als Gründe für die Insolvenz wurden unter anderem Verzögerungen bei der Übersiedlung des Betriebsstandorts sowie eine schlechte Marktentwicklung im vergangenen Jahr genannt. Von der Insolvenz sind 37 Mitarbeiter betroffen.