Zeit-Geheimnis gelüftet

"Wie Deppen!" Mayer ließ ÖSV-Stars schlecht aussehen

Dreifach-Olympiasieger Matthias Mayer dachte im Winter an ein Comeback – und zeigte dabei, dass er noch immer ganz vorne mitmischen kann.
Sport Heute
14.10.2025, 10:46
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olympia live
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Der ehemalige Ski-Star Matthias Mayer blickt auf eine außergewöhnliche Karriere zurück: Drei Mal Olympia-Gold (2014, 2018, 2022) und zahlreiche Weltcup-Siege machten ihn zu einem der erfolgreichsten Abfahrer Österreichs. Im Dezember 2022 verkündete er völlig überraschend seinen Rücktritt: "Ich habe nicht mehr so den Biss", erklärte Mayer damals nach einer Streckenbesichtigung. Nach dem Karriereende kämpfte der Kärntner mit gesundheitlichen Problemen. Zuletzt sorgte er bei einer Veranstaltung am Rande des Kitzbühel-Wochenendes 2024 für Schlagzeilen: Mayer soll Gäste beschimpft haben, woraufhin die Polizei einschritt.

Comeback in Sichtweite?

Doch inzwischen scheint es Mayer wieder besser zu gehen. Vergangenen Winter stand der dreifache Olympiasieger sogar kurz vor einem Comeback, wie er bei "Sport und Talk" auf ServusTV verriet: "Ich habe wirklich ernsthafte Gespräche geführt, dass ich das Comeback zumindest probiere anzustreben. Ich habe trainiert und habe mich ab Oktober auch kraftmäßig vorbereitet auf den Winter. Ich habe dann auch ein paar Techniktrainings gemacht auf meinem Hausberg und bin dann wirklich auf die Abfahrtsski gegangen und bin Vorläufer gefahren bei Europacuprennen. Es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht.“

Doch könnte Mayer nach damals zwei Jahren Pause überhaupt noch mithalten? Offenbar ja – wie ÖSV-Star Daniel Hemetsberger verriet. "Bei der ersten Fahrt war Raphi Haaser vorn, Matthias Mayer Zweiter und der Rest waren dann eine halbe Sekunde hinten. Da habe ich mir gedacht, dass es das nicht sein kann. Das spricht für die Qualitäten vom Matthias, aber wir sind dagestanden wie die Deppen."

"War eine katastrophale Saison"

Böse Zungen würden behaupten, dass es gegen das aktuelle Abfahrtsteam des ÖSV ohnehin kein Kunststück wäre, mitzuhalten. Tatsächlich blieb Österreichs Speed-Team in der vergangenen Saison ohne einzigen Podestplatz – ein historischer Tiefpunkt.

ÖSV-Star Vincent Kriechmayr nahm sich dabei kein Blatt vor den Mund: "Es war wirklich eine katastrophale Saison. So ehrlich müssen wir sein. Bei den schwersten Abfahrten sind wir eh halbwegs dabei, aber bei den leichten Abfahrten und Passagen tun wir uns immer schwer und kommen nicht richtig weg vom Fleck."

Ein Rückstand, der sich aufholen lässt, wie TV-Experte Armin Assinger betont: "Ich bin sehr guter Dinge für die neue Saison." Hemetsberger stimmte ihm vor dem Olympia-Winter zu: "Ich will hier nicht unnötig den Teufel heraufbeschwören, aber wenn bei uns jeder das fährt, was er kann, dann kann es eine sehr gute Saison werden."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 14.10.2025, 11:00, 14.10.2025, 10:46
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