Am 15. März in Soldeu gelang Vincent Kriechmayr der bislang letzte Sieg eines Österreichers in einer Weltcup-Abfahrt. Man verpasste in den vergangenen Saisonen den Anschluss an die Topnationen. Lediglich einen Podestplatz holte man in den letzten beiden Saisonen. Der ÖSV reagierte auf die Misere und installierte den ehemaligen Coach von Hermann Maier als neuen Abfahrtstrainer der Herren.
Im Gespräch mit dem "Kurier" äußerte sich Evers nun über die kommende Saison und verteidigte die schlechten Ergebnisse seiner Schützlinge. "Wir sind sicher nicht so schlecht, wie es den Anschein hat. Im Super-G haben die Läufer ja gezeigt, dass sie absolut konkurrenzfähig sind. Dass die Abfahrtssaison im letzten Winter daneben gegangen ist, wissen wir alle. Genau da müssen wir den Hebel ansetzen, damit wir wieder in die Spur kommen", so Evers.
Vincent Kriechmayr fehlt laut Evers die "Lockerheit", wie er erklärt: "Kriechmayr geht oft sehr kritisch mit sich selbst um und hinterfragt sich viel. Wir müssen ihn dahin kriegen, dass er eine gewisse Lockerheit kriegt. Dann kommt er in den Flow."
Riesentorlauf-Weltmeister Raphael Haaser traut Evers Großes zu: "Er bringt alles mit für einen Abfahrer. Für den heurigen Winter ist es das Ziel, dass er in der Abfahrt den Anschluss findet. Im Super-G und im Riesentorlauf zählt er schon zu den Besten. Ich bin zuversichtlich, dass er auf Sicht auch in der Abfahrt ganz vorne mitfahren kann."
Die erste Abfahrt der neuen Weltcup-Saison steigt am 4. Dezember auf der "Birds of Prey" in Beaver Creek in den USA.