Jetzt doch: Bundesgärten öffnen ab 14. April

Ab 14. April werden die Bundesgärten in Wien nun doch geöffnet.
Ab 14. April werden die Bundesgärten in Wien nun doch geöffnet.Bild: picturedesk.com, Starpix
Der Streit zwischen Bund und Wien hat ein Ende: Nach Ostern kann man in Augarten, Schlosspark Schönbrunn und Co. wieder Frischluft schnappen.

Die Bundesregierung gab am Montagvormittag das weitere Vorgehen in der Corona-Krise bekannt. Eines dürfte die Wiener SPÖ - die ja seit Tagen die Öffnung der Bundesgärten vehement fordert ("Heute" berichtete) - aber wohl besonders die Wiener freuen: Die Bundesgärten in Wien sind ab 14. April wieder offen. Damit stehen schlagartig 230 Hektar Grünfläche für Corona-konforme Spaziergänge zur Verfügung. Das entspricht der Größe des Wiener Bezirks Margareten!

Laut einer Berechnung der SPÖ Wien profitieren davon rund 113.500 Wiener ganz direkt. Sie wohnen in einem Umkreis von nur 500 Meter rund um Augarten, Schönbrunn und Co. Während sie - nun ja nur mehr bis zum Dienstag nach Ostern - bisher während der Corona-Krise ausgesperrt waren, durften die Lipizzaner im Burggarten ihren Auslauf genießen - "Heute" berichtete.

Zuletzt hatten sich bei einer OGM-Umfrage 56 Prozent der Wiener für die Öffnung der weitläufigen Parkanlagen des Bundes ausgesprochen. Immerhin 41 Prozent waren dagegen. 3 Prozent hatten zu dem Thema keine Meinung.

Die Öffnung der Bundesgärten im Regierungs-Wortlaut:

"Auch das Bewegen an der frischen Luft ist nach wie vor möglich – und dafür werden wir ab Dienstag nach Ostern die Bundesgärten wieder öffnen. Es wird aber strenge Einlasskontrollen geben und die Polizei wird kontrollieren, ob die Abstände eingehalten werden."

Ministerin: SPÖ-Forderung "grob fahrlässig"

Wie berichtet, war um die Öffnung der Bundegärten ein heftiger Politik-Streit zwischen der SPÖ und der Bundesregierung entbrannt. Die zuständige Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hatte sich bis jetzt strikt geweigert, die Grünflächen für Spaziergänger zu öffnen - und die Forderung der SPÖ als "grob fahrlässig" bezeichnet ("Heute" berichtete) und der SPÖ vorgeworfen, "politisches Kleingeld zu tauschen".

Hauptargument der Ministerin war, dass die Eingänge zu schmal seien - und sich die Besucher daher leicht anstecken könnten. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) bot daraufhin im großen "Heute"-Interview an, dem Bund mit geschulten Mitarbeitern der Stadt auszuhelfen. Schließlich schaffe es Wien bisher problemlos, seine mehr als 1.000 Parks geöffnet zu halten.

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