Leistbares Wohnen stand am Freitag im Mittelpunkt einer Vorstandstagung der Wiener SPÖ. Bürgermeister Michael Ludwig präsentierte dabei zwei neue Vorhaben: Ein neues Wohnprojekt in der Seestadt Aspern soll speziell auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten sein. Außerdem kommt die Baupolizei künftig direkt in die Grätzln.
Unter dem Motto "Wien schafft Zuhause. Seit Generationen. Für Generationen." will die Wiener SPÖ ihr Bekenntnis zum leistbaren Wohnen bekräftigen. Dabei setzt die Partei auf den Ausbau des geförderten Wohnbaus, den Schutz vor Spekulation und touristischer Kurzzeitvermietung sowie klimafitte Wohnungen. Auch bedarfsgerechte Wohnangebote und der Erhalt des Gemeindebaus stehen auf der Agenda.
Ein Schwerpunkt ist das Projekt "Frauen-Werk-Stadt – Neu gedacht". Im ersten Halbjahr 2027 soll dafür ein Bauträgerwettbewerb für einen 2.571 Quadratmeter großen Bauplatz in der Seestadt Aspern starten. Geplant sind rund 80 Wohnungen, bei deren Gestaltung die Bedürfnisse von Frauen besonders berücksichtigt werden sollen.
Im Mittelpunkt stehen alltagstaugliche Wohnkonzepte, sichere Wohnumgebungen, Mitbestimmung und gemeinschaftlich nutzbare Bereiche. Zudem sollen möglichst viele Frauen an der Planung beteiligt sein, damit ihre Erfahrungen frühzeitig in die Gestaltung der Gebäude und Freiräume einfließen.
Das zweite Vorhaben betrifft den Kontakt zwischen Bürgern und Behörden. Unter dem Titel "Frag die Baupolizei" sollen Wiener künftig unkompliziert Antworten auf Fragen rund ums Bauen und Wohnen erhalten.
Ab 12. November stehen Experten der Baupolizei (MA 37) dafür regelmäßig in wechselnden Stadtteilbüros der Gebietsbetreuung Stadterneuerung zur Verfügung. Ob es um Klimaanlagen an Fassaden, Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen, Umbauten in der Wohnung oder Bauarbeiten auf dem Nachbargrundstück geht: Die Mitarbeiter sollen bei baurechtlichen Fragen weiterhelfen. Das Angebot ist kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar. Ab 12. November ist die Beratung jeden zweiten Donnerstagnachmittag von 14 bis 18 Uhr vorgesehen.