Wien-Wahl: Warum Strache-Kandidatur noch nicht fix ist

Heinz-Christian Strache führt erneut einen Wien-Wahlkampf.
Heinz-Christian Strache führt erneut einen Wien-Wahlkampf.HERBERT NEUBAUER / APA / picturedesk.com
Heinz-Christian Strache tritt mit seinem "Team HC Strache" bei der Wien-Wahl im Herbst an. Doch davor muss er noch etwas erledigen.

Heinz-Christian Strache will bei der Wien-Wahl am 11. Oktober mit seiner "Liste HC Strache" reüssieren. Er tritt gegen seinen Nachfolger als Wiener Spitzenkandidat der FPÖ an – Dominik Nepp. Und laut einer "Heute"-Umfrage dürfte er den Freiheitlichen einige Stimmen abluchsen, ein Einzug in den Landtag ist durchaus realistisch.

So viele Unterschriften braucht Strache

Aber: So fix ist die Sache noch nicht. Denn noch darf das neue Vehikel des gefallenen FPÖ-Chefs noch gar nicht kandidieren. Die neue Liste benötigt Unterstützungserklärungen – 50 pro Bezirk und 100 pro Wahlkreis auf Landesebene. Macht insgesamt 1.800 Unterschriften auf Landes- und 1.150 auf Bezirksebene, um flächendeckend in ganz Wien antreten zu können.

"Unterschreiben können die wahlberechtigten Wienerinnen und Wiener die Unterstützungserklärungen in jedem Magistratischen Bezirksamt oder bei der Magistratsabteilung 62", heißt es dazu von der Stadt Wien. Und: "Es können nur Parteien unterstützt werden, die im eigenen Wohnbezirk der Unterzeichnerin beziehungsweise des Unterzeichners kandidieren wollen." Jede wahlberechtigte Person kann eine Unterstützungserklärung für die Gemeinderatswahl und eine für die Bezirksvertretungswahl abgeben.

"Bumsti Ciao"

Die ersten 50 Unterschriften übergab der Ex-FPÖ-Chef bereits am Freitag am Magistrat in seinem Heimatbezirk Landstraße. Während er Interviews gab, sorgte ein Anrainer für ungebetene musikalische Untermalung. Mit voller Lautstärke dröhnte der Protestsong "Bumsti Ciao" aus einem gegenüberliegenden Fenster. 

Laut eigenen Angaben hat das "Team HC Strache" mehr als 1.600 aktive Mitglieder und Unterstützer. Die nötige Zahl an Unterschriften zu sammeln werde daher kein Problem sein, so Strache bei einer Pressekonferenz.

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