Wien darf sich über eine besondere Ehrung freuen: Die erst im Dezember 2025 eröffnete Cocktailbar "Le Fou" im Herzen der Innenstadt zählt jetzt offiziell zu den schönsten Restaurants und Bars der Welt. Sie ist eines von 16 internationalen Lokalen, die bei dem renommierten Architektur- und Designpreis Prix Versailles 2026 ausgezeichnet wurden.
Die Jury der Prix Versailles bewertet nicht allein spektakuläre Architektur. Entscheidend ist vielmehr das gesamte Erlebnis: Wie wirkt ein Ort beim Betreten? Welche Atmosphäre schafft das Licht? Wie fügt sich das Konzept in seine Umgebung ein? Oft beginnt der Eindruck eines außergewöhnlichen Lokals bereits lange vor dem ersten Cocktail oder Gericht – mit dem Weg zur Bar, dem Raumgefühl und den ersten visuellen Eindrücken.
Der Name Le Fou – französisch für "der Narr" – gibt die Richtung vor. Gründer Alexander Schrack entwickelte gemeinsam mit Interior-Designerin Theresa Obermoser ein Konzept, das an das schillernde Nachtleben von Paris erinnert. Untergebracht in einem historischen Barockhaus im Boutiquehotel The Leo Grand, verbindet das Lokal Wiener Eleganz mit einer bewusst inszenierten, leicht theatralischen Atmosphäre.
Die Räume setzen auf warme Farbtöne von Rost bis Terrakotta, ergänzt durch eine goldene Lounge und verspielte Details wie eine private Ecke mit Leopardenmuster. Seidenwände, Mohair-Samt, Naturstein und patiniertes Metall verleihen den Innenräumen Tiefe, ohne aufdringlich zu wirken.
Besonders am Abend entfaltet die Bar ihren Reiz: Gedämpftes Licht, glamouröses Ambiente und eine gewisse Unberechenbarkeit machen Le Fou zu jener Art von Cocktail-Lounge, die man eher in Metropolen wie Paris vermuten würde – und nun auch offiziell zu den schönsten Lokalen der Welt zählt.