Mixed Martial Arts (MMA) ist nichts für Weicheier: Bei der Vollkontakt-Kampfsportart werden verschiedenste Techniken des Boxens, Thaiboxens, Taekwondo, Muay Thai, Karate, Ringen, Judo und Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) kombiniert: "Dadurch ist MMA die härteste Kampfsportart der Welt", erklärte Sado Ucar, Gründer und Headcoach der Panthers Fight School in der Reinlgasse (Wien-Penzing).
Am Mittwoch erhielt der mehrfach ausgezeichnete Athlet, der in zahlreichen BJJ-Turnieren Goldmedaillen gewonnen hat, prominenten Besuch. Denn der Wiener ÖVP-Klubchef Harald Zierfuß (25) stellte sich der sportlichen Herausforderung: seinem ersten MMA-Training: "Ich habe Respekt vor dem Ganzen", aber: "Es ist ein hartes Geschäft für die nötige Veränderung in Wien zu kämpfen. Wir machen die härteste Vorbereitung, um im Wettkampf der besten Ideen bestehen zu können. Das bedeutet ein Training mit einem echten MMA-Champion", so Zierfuß.
Der 25-Jährige zog im "Heute"-Interview Parallelen zur Politik: "In der Politik kämpft man auch mit harten Bandagen. Ich glaube aber, es ist wichtig, immer das Ziel vor Augen zu haben. Es geht nach vorn – Fortschritt für die Stadt, und da muss man ordentlich zuschlagen", gab sich Zierfuß kämpferisch.
Dass nicht nur die Politik ein hartes Pflaster sein kann, sondern auch der Trainingsraum eines Sportstudios, zeigte sich schnell: Rund eine Stunde lang standen für Zierfuß zuerst Aufwärm- beziehungsweise Koordinations-Übungen am Programm, später dann Box-Training – erst ohne, dann mit Boxhandschuhen.
Gegen einen Profi wie Ucar hatte der ÖVP-Klubchef – er spielte früher Rugby und ging klettern – naturgemäß keine Chance: "Es ist schon anstrengend mit Sado, aber ich glaube, ich mache Fortschritte. Ich bin stolz darauf, wie ich mich geschlagen habe", zeigte sich Zierfuß im Härtetest optimistisch. Eine MMA-Karriere strebt der 25-Jährige, der gerne ins Fitnesscenter geht, aber nicht an – für Coach Ucar die richtige Entscheidung: "Er sollte lieber in der Politik bleiben!"