Nach der gewaltigen Gasexplosion in Wien-Floridsdorf verdichten sich die Hinweise auf eine vorsätzlich herbeigeführte Detonation. Der 93-jährige Bewohner des völlig zerstörten Einfamilienhauses liegt derweil mit Verbrennungen auf der Intensivstation. Er befand sich zum Zeitpunt der Explosion im Keller, wurde von der Wucht der Explosion und der entstandenen Hitze schwer verletzt und verschüttet. In der Nacht eingesetzte Suchhunde spürten den Wiener schließlich auf – nur so konnte er gerettet werden.
Nun gilt der lebenslustige Pensionist als dringend tatverdächtig, Ermittlungen wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung laufen. "Im Zuge des Einsatzes haben sich Erkenntnisse ergeben, dass in diesem Einfamilienhaus mutmaßlich Manipulationen an Gasleitungen vorgenommen wurden", heißt es vonseiten der Polizei. Eine kriminalpolizeiliche Einvernahme des Mannes steht noch aus und soll bei entsprechendem Gesundheitszustand in den kommenden Tagen nachgeholt werden, die Unschuldsvermutung gilt.
Suizidgedanken? Es gibt Hilfe!
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Wenn du unter Suizidgedanken, Depressionen oder anderen Ausnahmesituationen leidest, bietet die Telefonseelsorge unter der Nummer 142 von 0-24 Uhr kostenlos und anonym schnelle Unterstützung.
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Rat auf Draht: 147
Weisser Ring - Verbrechensopferhilfe: 0800 / 112 112
Hintergrund der Horror-Tat, die um ein Haar Tote verursacht hätte, dürfte laut "Heute"-Infos ein erbitterter Streit um das Wohnrecht im Haus zwischen dem Besitzer und Stiefsohn des 93-jährigen Bewohners sein: Der Hauseigentümer würde laut Nachbarn den Pensionisten mit lebenslangem Wohnrecht lieber im Heim sehen, der zivilrechtliche Familienzwist wurde bereits bei Gericht verhandelt. Am 8. Juli wäre die nächste Verhandlungsrunde angestanden – die dürfte nun hinfällig sein. Denn vom Haus ist nicht mehr viel übrig.
Die Explosion in der Nacht auf Sonntag um 0:34 Uhr richtete außerdem enorme Schäden in der gesamten Siedlung an. Neben dem völlig zerstörten Wohnhaus wurden auch mehrere benachbarte Einfamilienhäuser beschädigt. Fassaden wurden aufgerissen, Fensterscheiben zersplitterten in unzähligen Scherben, zahlreiche geparkte Autos wurden durch Trümmerteile und die Druckwelle zerstört. Insgesamt wurden sechs Anrainer leicht verletzt.
Ein Nachbar wurde in der Nacht zum Helden, rettete eine Frau aus dem brennenden Nachbarhaus. – mehr dazu hier. Zwei Personen mussten ins Spital gebracht werden, darunter auch eine 25-jährige schwangere Frau. Ihr soll es bereits besser gehen.