Ein Team des Stadtrechnungshofs Wien prüfte nun erstmals einen anderen Landesrechnungshof. "Der Blick von außen eröffnet stets neue Perspektiven und stärkt die externe Finanzkontrolle", so Wiens Stadtrechnungshofdirektor Werner Sedlak. Gemeinsam mit dem Rechnungshof Sachsen wurde von den Wienern der Kärntner Landesrechnungshof überprüft.
Der finale "Peer-Review"-Bericht wurde am Dienstag (22.9.) in Klagenfurt übergeben. Das Wiener Expertenteam bestehend aus Anita Drahosch-Fradinger und Rainer Wendel stellte den Kärntner Kollegen ein gutes Zeugnis aus
Knapp zehn Jahre nachdem sich der Wiener Stadtrechnungshof einer freiwilligen unabhängigen Überprüfung ("Peer-Review") unterzog, prüfte nun erstmals ein Team des Stadtrechnungshofs Wien, gemeinsam mit dem Rechnungshof Sachsen, einen Landesrechnungshof, in diesem Fall in Kärnten.
In Klagenfurt übergab das Peer Review-Team unter der Federführung von Wiens Stadtrechnungshof-Direktor Werner Sedlak sowie dem Präsidenten des sächsischen Rechnungshofes in Klagenfurt dem Kärntner Landesrechnungshof-Direktor und dem ersten Präsidenten des Kärntner Landtages den finalen "Peer-Review"-Bericht.
Wie umfassend und detailgenau die "Peer-Review" war, zeigt sich unter anderem an der Dauer des Prozesses, der mit der Unterzeichnung eines "Memorandum of Understanding" im April des Vorjahres eingeläutet wurde.
Nach einer Analysephase, vor Ort-Einschau, Berichtserstellung sowie Einarbeitung der Stellungnahmen vom Kärntner Landesrechnungshof konnte der Prozess von dem Prüfteam im Juli 2026 abgeschlossen werden.
Im Mittelpunkt der Prüfung standen die rechtlichen Rahmenbedingungen, Strategie und Planung, Unabhängigkeit, Personalwesen, Personalausstattung, Prüfungsplanung und -durchführung, Qualitätskontrolle und -sicherung sowie die Öffentlichkeitsarbeit der Einrichtung.