Jannik Sinner muss seine Zwangspause offenbar verlängern. Nach seiner Absage für das ATP-Turnier in Peking berichten italienische Medien, dass der 25-Jährige auch beim Masters-1000-Turnier in Shanghai nicht antreten kann.
Sinner versucht derzeit, seine Verletzung mit einer konservativen Rehabilitation in den Griff zu bekommen. Sollte diese nicht den gewünschten Erfolg bringen, könnte sogar eine Operation notwendig werden. Im schlimmsten Fall wäre die Saison für den Wimbledon-Sieger damit vorzeitig beendet.
Das wären auch schlechte Nachrichten für die Tennis-Fans in Österreich. Ende Oktober soll Sinner beim ATP-500-Turnier in Wien seinen Titel verteidigen. Turnierdirektor Herwig Straka hatte sich zuletzt noch optimistisch gezeigt, dass der Südtiroler rechtzeitig fit wird.
Sportlich könnte Sinners längere Pause zudem Auswirkungen auf die Spitze der Weltrangliste haben. Weil er seinen Titel in Peking nicht verteidigen kann, verliert er 500 Punkte. Gewinnt Alexander Zverev das Turnier, würde der Deutsche bis auf 870 Zähler an Sinner heranrücken.
Sollte Sinner anschließend auch Shanghai verpassen und Zverev dort die maximale Punktezahl holen, könnte es sogar zum Wechsel an der Spitze kommen. Zverev wäre damit nach Boris Becker erst der zweite Deutsche, der die Nummer eins der ATP-Weltrangliste erreicht.
Das Turnier in der Wiener Stadthalle steigt von 24. Oktober bis 1. November.