Süße "Olaf" starb qualvoll

Wiener tritt Katze, wirft sie aus 5. Stock – tot!

In Wien musste sich ein 23-Jähriger vor Gericht verantworten. Er soll das Kätzchen "Olaf" tagelang gequält und schließlich getötet haben.
Christian Tomsits
25.06.2026, 06:15
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Unfassbar! Ein herzloser Tierquäler ging tagelang auf eine hilflose Katze los, misshandelte sie und warf die süße Samtpfote namens "Olaf" schließlich aus dem 5. Stock auf die Schnellbahngleise vor einem Wohnhaus in Wien-Nussdorf.

Am Mittwoch stand Goran M. (23) für den Vorfall, der sich bereits am 20. oder 21. Februar des Vorjahres zutrug, endlich vor Gericht. Laut Strafantrag soll der ausgemergelte junge Wiener mit serbischen Wurzeln die Katze über einen längeren Zeitraum misshandelt und schließlich aus dem Fenster geworfen haben. Das erst wenige Monate alte Tier starb qualvoll.

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Besonders tragisch: Die Familie, deren fünfjährige Tochter den Namen der süßen Katze ausgesucht hatte, hatte den schwierigen Cousin nur vorübergehend bei sich aufgenommen.  "Jeden Abend schlief die Kleine mit Olaf wie die besten Freunde eng aneinander gekuschelt ein", erzählten die Eltern im Gespräch mit "Heute".

Als die Katze plötzlich verschwunden war, stellte der Familienvater den 23-Jährigen zu Rede – bis er das grauenhafte Geständnis ablegte. Was folgte, glich einer Farce: Zu den Gerichtsterminen im vergangenen Jahr erschien er jeweils nicht. Schließlich wurde er am 7. Juni geschnappt, verhaftet und in Untersuchungshaft gesteckt.

Dort hatte er Zeit über sein Verhalten nachzudenken. Vor Gericht zeigte sich der 23-Jährige reumütig geständig. "Ich bekenne mich schuldig", murmelte er. Er habe jedes Mal, wenn er die Katze gesehen habe, Wut bekommen. "Und dann lassen Sie das an einer wehrlosen Katze aus?", schüttelte der Richter den Kopf.

"Tier gilt im Strafrecht als Sache"

Der über das Verhalten seines Mandanten ebenso schockierte Verfahrenshelfer Martin Fischer bestritt die Tat des Mannes nicht, regte jedoch eine Diskussion über den Strafantrag an. Denn der lautete auf Tierquälerei und Sachbeschädigung. "Ein Tier ist im Strafrecht immer noch als Sache zu behandeln", erklärte die Staatsanwältin. Der Richter fällte ein rasches, anklagekonformes Urteil: 7 Monate bedingte Haft sowie Psychotherapie und Bewährungshilfe – rechtskräftig.

Verurteilter will nun Tierverein gründen

"Ich möchte mich entschuldigen. Ich bin davon überzeugt, dass sowas nicht mehr machen werde", lauteten die Schlussworte des Verurteilten. "Ich will selber Tiere retten und einen Tierverein gründen, sofern ich das Geld dazu habe", versprach er.

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