Seine Stimme ist Fußball-Fans bis über die deutschen Landesgrenzen hinweg bestens bekannt: Bela Rethy. Der ZDF-Kommentator feiert am Mittwoch nicht nur seinen 66. Geburtstag sondern zeitgleich seinen Abschied vom Live-Fernsehen. Der gebürtige Wiener zieht sich in den Ruhestand zurück.
Mit dem WM-Halbfinale zwischen Titelverteidiger Frankreich und Sensationsteam Marokko erhält der deutsche Kult-Kommentator für seine Abschiedsshow einen ganz besonderen Kracher.
Rethys Stimme begleitete Fußball-Begeisterte des deutschen Sprachraums seit Jahrzehnten. An seiner Herangehensweise schieden sich stets die Geister. Rethy ist kein Freund von Taktikanalysen, fokussierte sich stets auf das Geschehen auf dem Platz. Namen und Aktionen schildern, so könnte man seinen Stil auf wenige Worte herunterbrechen. Das brachte und bringt ihm auch Kritik ein.
Fakt ist aber: vor allem bei unseren nördlichen Nachbarn ist er eine Fußball-Institution. Im "Spiegel" beschrieb er sich selbst vor der WM in Katar, seiner letzten: "Für viele Menschen bin ich ein Möbelstück." Eine feste Größe, die zum Fußballabend gehört wie der Fernseher und die Couch, auf der man sitzt. Während im ORF am Mittwochabend Oliver Polzer die österreichischen Fans durch das zweite WM-Halbfinale begleitet, feiert dieses "Möbelstück" im ZDF seinen Abschied.
Was viele von Rethy nicht wissen: Er wurde 1956 in Wien geboren.
Seine Familie stammt aus Ungarn, verließ aber kurz vor der Geburt des späteren TV-Stars das Land nach dem Volksaufstand in Richtung Österreich. Dort hielt es die Familie Rethy nicht lange. Sie zog nach Sao Paulo um, wo Rethy seine ersten elf Lebensjahre verbrachte - erst dann verschlug es ihn nach Deutschland.
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