Geduldsprobe für die Fahrgäste und den Busfahrer. Es war eine schräge Aktion am Mittwochnachmittag in Wien-Favoriten: Bei der Station Reumannplatz soll ein Fahrgast außerhalb des Haltestellenbereiches auf einen Bus der Linie 7A zugelaufen sein. Der Mann kam um wenige Augenblicke zu spät, der Bus fuhr schon wieder los. Dann stellte sich der hergelaufene Fahrgast komplett quer, im wahrsten Sinne – ein Leserreporter-Video zeigt die Szenen vor Ort.
"Heute"-Leserin Magdalena saß in dem 7A-Bus: Der Mann soll nach dem Losfahren des Busses auf dem nahegelegenen Zebrastreifen auf die Scheibe des Öffis geklopft und ein Gespräch mit dem Buslenker gesucht haben.
"Der Fahrer erklärte dem Herren in Ruhe, dass sich dieser außerhalb der Haltestelle befand. Da entschied sich der Herr, die gesamte Strecke bis zur nächsten Haltestelle vor dem Bus zu spazieren und bei der nächsten Haltestelle einzusteigen und mitzufahren", erklärt die Leserin im Gespräch mit der Redaktion.
Wie in dem Leserreporter-Video zu sehen ist, ging der erboste Mann tatsächlich bis zur nächsten Station, dem Arthaberplatz, vor dem Bus und stieg dann ein. In weiterer Folge soll es zu keinerlei Streitigkeiten gekommen sein, beim UKH Meidling soll der Protest-Fahrgast dann wieder ausgestiegen sein.
Auf Anfrage von "Heute" erklärten die Wiener Linien, dass der Fall intern nicht bekannt gewesen sein. Unabhängig davon gilt: Öffentliche Verkehrsmittel sollen nicht an der Weiterfahrt gehindert werden.