Wie im echten Klinikalltag: An der Hochschule Campus Wien können Studierende künftig Notfälle, Pflege und therapeutische Situationen unter realistischen Bedingungen trainieren. Das neue SimLab zählt mit rund 3.000 Quadratmetern zu den größten interprofessionellen Simulationszentren Europas.
Neun hochmoderne Simulationsräume, jeweils mit eigenem Raum für die anschließende Analyse, sowie 16 spezielle Skills- und Funktionsräume stehen dafür zur Verfügung. Trainiert werden unter anderem Schlaganfälle und Herzinfarkte, aber auch Pflege im Intensivbereich, postoperative Mobilisation, Familienberatung oder therapeutische Situationen.
"Das SimLab der Hochschule Campus Wien ist ein starkes Signal: Wien investiert gezielt in die Qualität der Gesundheitsausbildung", betont Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). "Hier wird trainiert, was im echten Leben den Unterschied macht – professionelles Handeln in komplexen Situationen. Das stärkt nicht nur die Kompetenz der Studierenden, sondern auch unser Gesundheitssystem insgesamt."
Der Vorteil: Fehler können im geschützten Rahmen gemacht und anschließend gemeinsam analysiert werden. Mit moderner Simulations- und Medizintechnik lassen sich Abläufe möglichst realitätsnah nachstellen. So sollen die Studierenden besser auf ihren späteren Einsatz im Gesundheitswesen vorbereitet werden.
Auch der Wiener Gesundheitsverbund ist in das Projekt eingebunden. Medizinischer Direktor Michael Binder sieht darin einen wichtigen Schritt für die Ausbildung: "Das SimLab ist ein echter Meilenstein. Studierende der Hochschule Campus Wien können hier Abläufe und Kommunikation realitätsnah einüben, bevor sie im Klinikalltag Verantwortung übernehmen."
Das Zentrum wurde über zwei Jahre hinweg von Lehrenden aus zehn Studiengängen geplant. Beteiligt waren unter anderem Gesundheits- und Krankenpflege, Diätologie, Hebammen, Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie und Radiologietechnologie.
"Seit einem Jahr bilden wir hier in einem hochmodernen Simulationszentrum Fachkräfte für die Stadt Wien aus. Damit schaffen wir beste Voraussetzungen für eine praxisnahe Ausbildung auf höchstem Niveau", so Silvia Kaupa-Götzl, Geschäftsführerin und CFO der Hochschule Campus Wien.
Auch die Zusammenarbeit verschiedener Gesundheitsberufe soll dabei gezielt trainiert werden. Die Szenarien reichen von Notfall- und Akutsituationen bis zu Langzeitpflege, häuslicher Betreuung und therapeutischen Einsätzen.