Die Wiesn in München ist alle Jahre wieder gut besucht. Über sechs Millionen Besucher – 500.000 aus Österreich – lassen sich das Oktoberfest nicht entgehen. Dennoch ist das Volksfest kein billiger Spaß, auch in diesem Jahr ist mit hohen Preisen zu rechnen.
So wird man für eine Maß zwischen 14,80 Euro und 15,90 Euro zahlen müssen. Noch teurer wird es beim Weißbier in Kufflers Weinzelt mit 18,40 Euro. Bei den alkoholfreien Getränken ist auch ein Anstieg bemerkbar. So kostet ein Tafelwasser 11,13 Euro (2025: 10,95 Euro). Auch Spezi (2026: 12,84 Euro, 2025: 12,48 Euro) und Limonade (2026: 12,35 Euro, 2025: 12,11 Euro) werden teurer.
Dazu muss gesagt werden, dass die Stadt selbst mit den Preisen nichts zu tun hat. Sie werden von den Wirten vor Ort und den Brauereien festgelegt. München prüft jedoch die Preise auf deren Angemessenheit. Dafür wird ein Vergleich mit den gastronomischen Großbetrieben im Stadtgebiet München herangezogen. Dort liegen die Bierpreise zwischen 7,70 Euro und 13,40 Euro pro Liter.
Auch beim Essen muss man mancherorts etwas tiefer in die Tasche greifen. Wie die "Krone" berichtet, kostet ein halbes Bio-Hendl in der Ammer Hühner- und Entenbraterei 29,90 Euro. Mit 33,50 Euro muss man bei einer Viertel-Bio-Ente vom Grill – ohne Beilagen – rechnen. Möchte man zusätzlich Pommes oder Knödel haben, steht ein Aufpreis von jeweils 7,90 Euro zu Buche. Etwas günstiger ist es im Löwenbräu. Dort kostet ein halbes Hendl 2026 17,20 Euro. Im Paulaner-Festzelt sind 19,90 Euro zu bezahlen.
Wenn man sich etwas Besonderes gönnen möchte, kann man im Bräurösl ein Tomahawk-Steak mit 1300 Gramm und Beilagen für zwei bis vier Personen bestellen. Dafür werden 179 Euro berechnet. Um neun Euro gibt es einen Cappuccino, für den gleichen Preis könnte man aber auch im Promi-Zelt Käfer eine Leberkässemmel mit Gurkenmarmelade essen. 16,80 Euro muss man für eine Currywurst mit Semmel im Schottenhamel zahlen. Ein Schweinsschnitzel Wiener Art kostet 27,90 Euro und eine Schweinshaxe 52,90 Euro. Für ein Paar Weißwürstel muss man mit bis zu 13 Euro rechnen.
Warum die Preise so hoch sind erklärt der offizielle Sprecher des Oktoberfestes und Betreiber des Armbrustschützenzeltes, Peter Inselkammer. "Die Mitarbeiter müssen mehr verdienen, um ihre gestiegenen Lebenshaltungskosten bewältigen zu können", wird er von der "Krone" zitiert. Auch die gestiegenen Energiekosten, höhere Tarifabschlüsse in der Brau-Branche, der teurer werdende Zeltaufbau und die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Speisen würden sich auswirken. Dennoch gebe man die Mehrkosten nicht direkt an die Gäste weitergeben.