Jahrelang galt Hamza bin Laden als tot. 2019 erklärte US-Präsident Donald Trump, der älteste Sohn von Al-Qaida-Gründer Osama bin Laden sei bei einem Luftangriff getötet worden. Nun gibt es jedoch Berichte, wonach der heute 37-Jährige noch leben und im Hintergrund ein neues Terrornetzwerk aufgebaut haben soll.
Demnach soll Al-Qaida den Tod des als "Kronprinz des Terrors" bezeichneten Hamza gezielt vorgetäuscht haben. Unterstützung soll die Terrororganisation dabei vom Haqqani-Netzwerk erhalten haben, das auch als "die Sopranos Afghanistans" bezeichnet wird.
Hinter dem Täuschungsmanöver soll auch Al-Qaida-Chef Aiman al-Sawahiri gesteckt haben. Die Organisation habe gewusst, dass sie von US-Geheimdiensten ausspioniert werde. Al-Sawahiri soll deshalb Vertraute Hamzas angewiesen haben, über abgehörte Telefone offen über dessen angeblichen Tod zu sprechen. Damit sollte die CIA davon überzeugt werden, dass Hamza tatsächlich ums Leben gekommen war.
Nachdem al-Sawahiri 2022 bei einem US-Luftangriff in Kabul getötet worden war, soll Hamza innerhalb der Organisation weiter aufgestiegen sein. Berichten zufolge habe er Kontakte zum iranischen Militär, zur Hamas, zum Islamischen Staat und zu zahlreichen weiteren militanten Gruppen geknüpft.
Laut dem britischen "Mirror" soll Hamza inzwischen in Asien und Afrika ein Terrornetzwerk aufgebaut haben und Angriffe auf westliche Ziele planen. Als mögliche Szenarien werden Massenanschläge, Einzeltaten, Entführungen, Morde und Sabotage genannt. Auch gezielte Attacken auf Politiker und andere hochrangige Persönlichkeiten könnten dem Bericht zufolge geplant werden.
Der "Mirror" nennt zudem "Geiselnahmen, cybergestützte Aktivitäten und die Ausnutzung der Polarisierung durch die Kriege im Gazastreifen und im Nahen Osten" als mögliche Bedrohungen.