Viele zivile Opfer

UNO sieht mögliche US-Kriegsverbrechen im Iran-Krieg

Zwei US-Luftangriffe im Iran könnten laut einer UNO-Kommission Kriegsverbrechen darstellen.
Newsdesk Heute
17.09.2026, 10:56
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Zwei US-Luftangriffe in der frühen Phase des Iran-Kriegs könnten nach Einschätzung einer UNO-Kommission Kriegsverbrechen darstellen. Im Fokus stehen Attacken auf eine Mädchenschule und einen Sportkomplex mit zahlreichen zivilen Todesopfern.

Angriff auf Mädchenschule

Bei dem Angriff auf eine Schule in Minab im Süden des Iran wurden nach offiziellen Angaben 168 Schülerinnen getötet. Die UNO-Kommission spricht unter Berufung auf unabhängige Berichte von insgesamt 157 Toten.

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Die US-Streitkräfte hätten dabei auch auf veraltete Informationen zurückgegriffen. "Die USA haben den Angriff auf das Gebäude der Schule unter Bewusstsein eines erheblichen Risikos angeordnet, ein ziviles Objekt zu treffen und fahrlässig gehandelt", heißt es im Bericht.

22 Tote bei weiterem Angriff

Auch eine Attacke auf einen Sportkomplex in Lamerd in der Provinz Fars wird als mögliches Kriegsverbrechen bewertet. Offiziellen Angaben zufolge starben dabei 22 Menschen. Internationale Medien berichteten über neuartige US-Munition: Bei der Explosion einer Rakete in der Luft wurde demnach Schrot aus Wolfram weit verstreut.

Anfragen der Kommission an das US-Militär zu beiden Angriffen blieben unbeantwortet.

Kritik auch an Iran

Schwere Vorwürfe erhebt die UNO-Kommission zudem gegen die iranische Regierung. Sicherheitskräfte sollen bei den Massenprotesten Anfang des Jahres mit scharfer Munition auf Demonstrierende geschossen und mit Luftgewehren teilweise gezielt auf Augenpartien gefeuert haben.

Unter Berufung auf eine Menschenrechtsorganisation nennt der Bericht mindestens 221 Kinder, die bei der Niederschlagung der Proteste getötet wurden.

red,17.09.2026, 10:56
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