Ein Angestellter einer Autowerkstatt in Deutschland meldete sich wegen einer Bronchitis krank – nur Stunden später stand er als DJ in einem Nachtklub in Hannover. Dort traf er ausgerechnet auf seinen Chef. Der machte ein Foto und sprach die fristlose Kündigung aus, wie die deutsche "Bild" berichtet.
Der Mitarbeiter, der normalerweise am Empfang der Werkstatt arbeitet, wehrt sich dagegen mit einer Kündigungsschutzklage. Vor Gericht erklärte er, aus seiner Sicht habe er sich nichts zuschulden kommen lassen. Bei einem Güte-Termin am Arbeitsgericht Hannover kam es am Dienstag zu keiner Einigung. Eine Entscheidung soll Anfang 2027 fallen.
Anwalt Björn Nordmann bot an, die fristlose in eine ordentliche Kündigung umzuwandeln. Der Ex-Mitarbeiter wollte offenbar jedoch auch während der Kündigungsfrist weiterbezahlt werden. Darauf ließen sich sein früherer Chef und dessen Anwalt nicht ein.
Nordmann sagt: "Wenn man sich krankmeldet, kann man nicht in einem Nachtklub arbeiten. Vor allem nicht, wenn die Krankschreibung wegen einer Bronchitis erfolgt ist."
Zum Problem könnten für den DJ auch seine ChatGPT-Unterhaltungen werden. Er hatte sich am Arbeitsplatz offenbar nicht aus seinem Profil ausgeloggt. In einem Chat heißt es: "Ich bin an sich gesund". Gleichzeitig schrieb er, er wolle den "psychischen Stress und den Druck" nicht.
Nach der Begegnung mit seinem Chef im Club fragte der Mann ChatGPT zudem, wie er nun reagieren sollte. Wie die Chats bekannt wurden, ist nicht bekannt. In weiteren Unterhaltungen ist von Beleidigungen die Rede. Anwalt Nordmann weist zurück, dass der Chef den Mitarbeiter beleidigt habe.