Diese Tat versetzte das Land in Schock. Am 10. Juni 2025 erschoss ein Mann (21) in Graz neun Schüler, eine Lehrerin und sich selbst. Am Landesgericht Klagenfurt muss sich am Montag ein Iraker verantworten. Laut Anklage soll er auf Instagram Videos gepostet haben, in denen er den Amoklauf an der BORG Dreierschützengasse in Graz befürwortete.
Fünf Tage nach der Tat soll er in zwei Videos gesagt haben: "Im selben Bundesland, wo 11 Gymnasiumschüler getötet wurden, in Graz. Wir wollen mehr. Wir wollen mehr Schadenfreude empfinden. 30 Verletzte. Ich habe mich sehr gefreut; ich bin sehr schadenfroh über das, was im Gymnasium passiert ist".
Angeklagt ist der Mann wegen der Aufforderung zu mit Strafe bedrohter Handlung sowie der Gutheißung mit Strafe bedrohter Handlung. Laut Gericht ist der Fall selbst für Richter und Staatsanwälte Neuland, wie Gerichtssprecher Christian Liebhauser-Karl erklärt.
Wie hoch die Strafe ausfällt, hängt auch davon ab, wie groß der Adressatenkreis war, also wie viele Menschen die Postings gesehen haben. Dem Angeklagten drohen bis zu zwei Jahre Haft.
Zusätzlich ist er wegen Verhetzung angeklagt. Er soll auf einem Videokanal eine Gruppe von Österreichern als rassistisch, Nazis und deren Sprache als dreckig und erbärmlich beschimpft haben.