Tuberkulose wieder Thema

"Wird nicht reichen" – Nach Tbc-Fall 21 Rinder getötet

Im Bezirk Dornbirn mussten 21 Rinder wegen Tuberkulose getötet werden. Mehrere Höfe sind gesperrt.
Österreich Heute
23.04.2026, 11:58
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Die Sorge ist zurück: Im Bezirk Dornbirn ist erneut ein Fall von Rindertuberkulose aufgetreten. Auf einem betroffenen Hof mussten 21 Tiere getötet werden – mehr als die Hälfte davon war positiv getestet worden, das berichtet der ORF.

Dabei waren die Rinder bei den regulären Wintertests noch unauffällig. Erst bei einem geschlachteten und einem verendeten Tier wurden Veränderungen in der Lunge entdeckt, die auf Tbc hindeuten. Danach griffen die Behörden durch.

"Der gesamte Bestand wurde untersucht und die Konsequenz jetzt ist, dass in diesem Bestand noch mehrere Tiere positiv getestet wurden und der Bestand leider gekeult werden musste", sagt Landesrat Christian Gantner im ORF.

Die Folgen betreffen auch andere Betriebe: Weil Tiere erst kürzlich auf einen weiteren Hof gebracht wurden, wurde dieser vorsorglich gesperrt. Dort wurden sechs Rinder diagnostisch getötet, die Untersuchungen laufen noch.

Insgesamt sind aktuell sechs Betriebe in Vorarlberg gesperrt – zwei im Bezirk Bregenz, drei im Bezirk Dornbirn und einer im Bezirk Bludenz.

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Als mögliche Ursache gilt die Alm-Saison: Die betroffenen Tiere waren im vergangenen Sommer außerhalb von Vorarlberg gealpt. Eine Ansteckung im eigenen Bundesland gilt daher als unwahrscheinlich.

Trotz des neuen Falls halten die Behörden am Testsystem fest. "Wir sehen aus Erfahrung, dass unser Netz der Testungen und letztlich auch der Schlachttieruntersuchungen ein sehr enges Netz ist. Uns ist es auch wichtig, dass wir hier weiterhin sehr eng untersuchen. Wir werden uns das noch genauer anschauen, wie es zu diesem Fall gekommen ist", so Gantner im ORF.

Politisch sorgt der Fall  für Druck. Die Grünen fordern ein klares Konzept im Kampf gegen die Krankheit. "Tbc verschwindet nicht von selbst und richtet weiterhin enormen Schaden an – wirtschaftlich und emotional. Die Erhöhung der Abschusszahlen allein wird nicht reichen."

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