Ein Krügerl um 6 Euro – diese Grenze wurde in Lokalen längst erreicht. Kunden jammern, doch schon bald droht die nächste Teuerungswelle: Bierlieferanten präsentieren in diesen Wochen ihre neuen Preislisten, wer weiß, wie hoch dann die Preise schnalzen.
Ein renommierter Wiener Wirt sagt zu "Heute": "Endkunden zahlen im Supermarkt für Bier weniger als ich direkt bei der Brauerei." Seine Erklärung: Wer im Supermarkt vor dem Bierregal steht, findet regelmäßig Aktionen – 25-%-Tage oder 2 zum Preis vom 1. "Gastronomen haben diese Möglichkeit nicht, für uns gibt es keine Wochenend-Rabatte", sagt der Gastronom.
„Wir müssen für unsere Schankanlagen 50-Liter-Fässer kaufen. Da ist der Literpreis höher als im normalen Geschäft", überrascht der Wirt.
Mit dem Einkauf alleine ist es für einen Wirt nicht getan. Damit das Krügerl überhaupt beim Gast auf dem Tisch landen kann, fallen weitere hohe Kosten an.
Der Lokalbetreiber beschreibt: "Wir müssen eine teure Zapfanlage und Bierleitungen kaufen und warten lassen." Auch diese Ausgaben müssen Gastronomen in ihre Kalkulation einrechnen.
Gleichzeitig sind die Preise auch in allen anderen Bereichen kräftig gestiegen. Energie sei für den Betrieb ein „Riesenposten". Der Wirt spricht von einem Plus von mindestens 20 Prozent.
Bei diesen Preisen bremsen auch die Kunden ihre Konsumation ein. Ein Bier zum Essen und das war’s dann, für viele geht sich eben mehr nicht aus.