In Schönbrunn

Hotdog statt Benzin – alte Tankstelle ist Würstelstand

Mit ihrem Würstelstand "Eh scho wuascht" am Zentralfriedhof hat sich Patricia Pölzl längst einen Namen gemacht. Nun gibt es einen zweiten Standort.
Wien Heute
26.09.2026, 16:19
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Vom Zentralfriedhof (Simmering) zum Tiergarten Schönbrunn: Patricia Pölzl (29) bringt ihre Würstel jetzt auch nach Hietzing. Anfang Juli eröffnete die Waldviertlerin den "Wiener Würstel Pavillon" (Do bis So, 11 bis 19 Uhr) in der Nähe des Hietzinger Tors.

Dabei hatte die Gastronomin eigentlich gar nicht nach einem zweiten Standort gesucht. Bei einem Spaziergang entdeckte sie den leerstehenden, schönbrunngelben Pavillon und war sofort begeistert. Die Idee eines Würstelstandes, bei dem gelacht, geplaudert und gegessen wird, war geboren.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Würstelstand war früher Mobil-Tankstelle

Das nur rund sechs Quadratmeter große Häuschen hat eine besondere Geschichte. Bis in die 1960er-Jahre befand sich hier ein Kiosk der Mobil-Tankstellen. Die damaligen roten Zapfsäulen sind längst verschwunden, der kleine Pavillon am Platz 9 blieb jedoch erhalten und stand zuletzt leer.

Pölzl weckte das Häuschen aus seinem Dornröschenschlaf und hauchte ihm mit viel Herzblut neues Leben ein. Der Standort ist etwas versteckt: Der Würstelstand befindet sich bei einem Parkplatz zwischen Polizeistation und öffentlicher WC-Anlage. Gleichzeitig liegt er nur wenige Schritte vom Schönbrunner Schlosspark entfernt – und damit auf dem Weg zahlreicher Wiener und Touristen.

Der Wiener Würstel Pavillon war früher eine Mobil-Tankstelle.
Denise Auer

Klassiker auf der Speisekarte

"Es kommen sehr viele Touristen vorbei, die einen Würstelstand-Besuch auf ihrer Bucketlist haben und dann einfach auf Google Maps nach einem in der Nähe suchen", berichtet Pölzl im Gespräch mit "Heute". Aber auch viele Einheimische sind Kunden: "Vor allem ältere Leute freuen sich, dass es einen Würstelstand in der Nähe gibt und genehmigen sich eine Burenwurst. Familien kommen oft vor oder nach dem Tiergarten-Besuch vorbei – Kinder lieben Frankfurter!"

Im Mittelpunkt der Speisekarte stehen die Klassiker: Frankfurter kosten 4,90 Euro, Burenwurst, Käsekrainer, Bratwürstel und Waldviertler jeweils 5,90 Euro. Eine Currywurst gibt es um 6,50 Euro, Hot Dogs starten je nach Wurst bei 4,90 Euro. Die Würstel stammen von der Fleischerei Ferdinand Wild aus Gaweinstal (NÖ). Sie werden frisch zubereitet – entsprechend kann es laut Pölzl auch einmal etwas dauern.

Angebot muss zum Standort passen

Vegane Würstel stehen derzeit nicht auf der Karte. Pölzl hatte sie bereits im "Eh scho wuascht" am Zentralfriedhof offeriert – doch das Angebot kam nicht so gut an. Für die 29-Jährige steht fest: Das Angebot muss eben auch zum Standort passen.

Ursprünglich wollte die gebürtige Waldviertlerin in die Hotellerie. Mit 19 Jahren kam sie nach Wien und studierte Tourismusmanagement. Mit 25 Jahren übernahm sie schließlich den leerstehenden Würstelstand beim zweiten Tor des Zentralfriedhofs. Der ungewöhnliche Standort und Name machten das Standl schnell bekannt. Bleibt Pölzl zu wünschen übrig, dass dies auch auf den "Wiener Würstel Pavillon" zutrifft.

red,26.09.2026, 16:19