Kein Drücken mehr

Ampel denkt mit! Jetzt steuert KI auch die Fußgänger

Wiens Druckknopfampeln sollen schrittweise intelligenter werden. KI erkennt dabei auch, wenn Fußgänger mehr Zeit zum Überqueren brauchen.
Österreich Heute
25.09.2026, 20:28
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Neuerung für alle Fußgänger und Radfahrer in Wien. Rund 200 Ampeln, die per Knopfdruck geregelt werden, gibt es noch in der Stadt. Seit 2019 werden sie nach und nach mit Systemen ausgestattet, die künstliche Intelligenz nutzen.

Rund 30 dieser intelligenten Verkehrsregler sind bereits in Betrieb, so der ORF. In den kommenden Jahren sollen sämtliche Druckknopfampeln mit der Technik ausgestattet werden.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Eine solche Ampel steht etwa im zweiten Bezirk an der Kreuzung Am Tabor/Trunnerstraße. Anfang des Monats bekam auch Floridsdorf seine erste KI-Ampel. Sie befindet sich bei der Kreuzung Donaufelder Straße/Theodor-Körner-Gasse/Plankenbüchlergasse.

Ampel erkennt, wer länger braucht

Die Technik soll vor allem den Verkehrsfluss verbessern und gleichzeitig mehr Sicherheit bringen. Kameras und Sensoren erfassen dafür einen Bereich von rund 30 Quadratmetern.

Das System erkennt, wie viele Personen vor der Ampel warten und wer tatsächlich die Straße überqueren möchte. Die KI berechnet außerdem, wie viel Zeit dafür benötigt wird.

Dabei soll die Ampel auch Menschen berücksichtigen, die langsamer unterwegs sind. Erkennt das System etwa eine Gehhilfe, wird die Grünphase automatisch verlängert. Auch Rollstühle und Kinderwägen werden berücksichtigt.

Erzähle uns deine Story!

Wurde dir eine Beihilfe gestrichen? Kannst du dir das Leben kaum mehr leisten? Ist dir gerade etwas besonders Trauriges, Witziges oder Erstaunliches geschehen? Bewegt dich ein anderes Thema? Bist du der Meinung, dass deine Geschichte erzählt werden sollte? Dann melde dich bei uns unter [email protected]. Denn deine Story ist uns wichtig!Mail an uns

Das passiert mit den Kamera-Bildern

Die eingesetzten Kameras sorgen allerdings für Fragen zum Datenschutz, berichtet der ORF. Bei der Einführung der zweiten Generation des Systems hatten die Entwickler erklärt, dass Kamera-Bilder innerhalb von 50 Millisekunden gelöscht werden. Bei Bedarf könnten bestimmte Informationen länger dokumentiert werden.

Dabei gehe es ausschließlich um die Zahl der erkannten Personen sowie um Personenkategorien. Solche Daten könnten etwa dazu dienen, Ampelanlagen besser aufeinander abzustimmen oder Schaltpläne zu optimieren.

Die Stadt Wien betont, dass bei den laufenden Systemen keine Bilder gespeichert werden. Es "werden keinerlei Bilder von den im Echtbetrieb laufenden Systemen gespeichert, die Verarbeitung erfolgt lediglich direkt lokal vor Ort."

Eine Datenverbindung, über die auf die Kamera zugegriffen werden könnte, gebe es laut Stadt ebenfalls nicht.

Jetzt sollen auch Öffis profitieren

Entwickelt wurde das System von der TU Graz. Seit Dezember 2024 kommt bereits die zweite, verbesserte Generation der intelligenten Ampeln zum Einsatz.

Dank höherer Rechenleistung und eines Deep-Learning-Modells kann die Technik nicht nur Menschen mit Mobilitätseinschränkungen erkennen. Sie kann auch mehrere Straßenübergänge gleichzeitig beobachten.

An der TU Graz wird bereits am nächsten Schritt gearbeitet: Künftig sollen auch Öffis noch besser in das intelligente Ampelsystem eingebunden werden.

red,25.09.2026, 20:28