Wirt verzichtet für Kundentreue auf "gans" viel Geld

Der Martinstag ist für viele Österreicher ein traditioneller Pflichttermin. Damit das Gansl auch heuer schmeckt, greift ein Wirt tief in die Tasche.

Es ist wieder Gansl-Zeit! Rund um den Martinstag am 11. November gönnen sich unzählige Österreicher wieder einmal ein Martinigansl. Nach zwei Jahren Pandemie, lange geschlossener Gastro-Betriebe und einer unaufhörlich wütenden Teuerungswelle lässt ein Weinbauer aus Wiener Neudorf nun in seinem Lokal aufhorchen.

Wirt möchte Teuerung nicht bei Kunden auslassen

Das Gansl-Essen wird heuer österreichweit wohl ein teurer Spaß, denn: Je nach Region kosten die Gänse ab 13 Euro pro Kilogramm – "Heute" berichtete. Im Vergleich zum Vorjahr kostet ein Kilogramm Gans laut einer Umfrage im Durchschnitt um rund ein bis 1,50 Euro mehr. Doch nicht nur die beliebte Martinigans wurde teurer: Weinbauer Hacker aus Wiener Neudorf erklärt seinen Kunden in einem Aushang seines Wirtshauses von der "gans" brenzligen Situation.

"Leider hat die Teuerungswelle auch vor den Gänsen nicht halt gemacht. Das Kilo Gänsebrust hat sich im Vergleich zum letzten Jahr VERDOPPELT", so der Gastro-Chef in dem Aushang. "Diesen Aufschlag inklusive gestiegener Betriebskosten sowie Preiserhöhungen bei den sonstigen Zutaten und Beilagen wollen und können wir nicht weitergeben", heißt es.

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Portion Gänsebrust liegt bei fast 30 Euro

Deshalb verzichtet der Heurige nun komplett auf seinen Gansl-Gewinn und bietet eine Portion um 27,80 Euro an. Für das Wirtshaus aus Niederösterreich sei dies ein Nullsummen-Geschäft. Man könne zwar verstehen, wenn man das Martinifest aufgrund der Teuerungen dieses Jahr auslässt, möchte aber gleichzeitig "unsere Gäste trotz allem glücklich machen".

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Preise rund um die 30 Euro für das Martinigansl scheinen indes kein Ausreißer zu sein, denn: Im Lebensmitteleinzelhandel werden Tiefkühlgänse aus osteuropäischen Ländern heuer zu enormen Preisen von teilweise 18 Euro pro Kilogramm angeboten.

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