WM-Topfavorit Brasilien feierte im Achtelfinale gegen Südkorea seine Tore mit ausgefallenen Tänzen, wobei sogar der nach dem enttäuschenden Out gegen Kroatien zurückgetretene Trainer Tite mitmachte. Tolle Freudentänze führten nach dem Viertelfinal aber nicht mehr die Seleçao-Stars, sondern das Überraschungsteam Marokko auf.
Besonders Sofiane Boufal sorgte nach dem sensationellen Triumph gegen Mitfavorit Portugal mit Superstar Cristiano Ronaldo für einzigartige Bilder. Der Flügelspieler von Ligue-1-Klub Angers schnappte sich seine Mutter, Zoubida Belmoulat, um mit ihr auf dem Rasen des Al Thumama Stadium in Doha den Halbfinal-Einzug zu tanzen und zu feiern.
Nach dem Sieg gegen Spanien im Achtelfinal gingen bereits Bilder von Marokkos Außenläufer Achraf Hakimi um die Welt, als der PSG-Profi und seine Mama sich küssten. Wie Hakimi pflegt auch Boufal ein sehr inniges Verhältnis zu seiner Mutter. Der 29-Jährige ist in Paris geboren und wuchs zusammen mit zwei Geschwistern ohne Vater auf. Dieser verließ die Familie, als der heutige Fussballstar drei Jahre alt war.
Ob es auch nach dem Halbfinale marokkanische Jubelszenen geben wird, sieht man am Mittwochabend.
Dann gibt es das Duell zwischen den Löwen vom Atlas gegen Boufals Geburtsland Frankreich ab 20.00 Uhr live im "Heute"-Liveticker. Ein Sieg gegen den haushohen Favoriten und Titelverteidiger wäre für Marokko als noch größere Sensation als die bisherigen Erfolge an dieser WM einzustufen.