Versteckte Mitbewohner

Wo Silberfische in deiner Wohnung nisten

Sie sind winzig, flink und nachtaktiv: Silberfische verstecken sich an Orten, die du kaum auf dem Radar hast. Allein sind sie dabei nie.
Technik Heute
26.02.2026, 11:41
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Wer abends im Bad das Licht aufdreht und ein silbrig glänzendes Tierchen über die Fliesen flitzen sieht, kennt das mulmige Gefühl. Silberfische zählen zu den ältesten Insekten der Erde und fühlen sich besonders in warmen, dunklen und feuchten Ecken wohl.

Die kleinen Krabbler gehören zur Familie der Fischchen und existieren bereits seit rund 300 Millionen Jahren. Sie können bis zu acht Jahre alt werden und ernähren sich von Staub, Haaren und Krümeln. Besonders wohl fühlen sie sich bei einer Luftfeuchtigkeit über 70 Prozent.

Wie chip.de berichtet, verstecken sich Silberfische bevorzugt in Fugen, Spalten sowie hinter und unter Möbeln. Typische Verstecke sind dunkle, warme Räume wie das Badezimmer oder die Küche - überall dort, wo regelmäßig Feuchtigkeit entsteht.

Ein Fischchen kommt selten allein

Wer ein einzelnes Silberfischchen entdeckt, sollte genauer hinsehen: Das Weibchen legt durchschnittlich 70 bis 100 Eier in einem geschützten Nest ab, vereinzelt sogar bis zu 200. Bei einer Temperatur von 25 Grad schlüpfen die Larven bereits nach 30 Tagen. So kann sich in kurzer Zeit eine große Population entwickeln.

Die Eier sind nur etwa einen Millimeter groß und anfangs weiß. Im Laufe der Zeit verfärben sie sich zunächst gelb und später leicht rötlich. Die frisch geschlüpften Larven sind schwarz und werden mit jeder Häutung heller, bis sie ihre typische silbrige Färbung erhalten.

Warnsignal für deine Wohnung

Silberfische sind keine Schädlinge - ihr Auftreten kann aber ein nützliches Warnsignal sein. Denn die Tierchen deuten auf ein zu feuchtes Raumklima hin, das im schlimmsten Fall auf undichte Rohre, versteckte Wasserschäden oder sogar Schimmel hinweisen kann.

Wer die ungebetenen Gäste loswerden will, sollte vor allem die Feuchtigkeit in den Räumen senken. Regelmäßiges Lüften hilft, besonders nach dem Duschen oder Kochen. Außerdem empfiehlt es sich, Fugen und Ritzen abzudichten, damit die Tiere keine Schlupfwinkel mehr finden.

So wirst du sie wieder los

Auch die Nahrungsgrundlage lässt sich leicht entziehen: Regelmäßig saugen und wischen, Krümel entfernen und offene Papierstapel oder Kartons in geschlossenen Behältern lagern. Klebefallen aus dem Handel können zusätzlich helfen, den Befall einzudämmen.

Grundsätzlich gilt: Silberfische sind harmlos und kein Grund zur Panik. Wer aber regelmäßig viele der Tierchen entdeckt, sollte das Raumklima überprüfen und mögliche Feuchtigkeitsquellen beseitigen - der eigenen Wohnung zuliebe.

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