Knusprig, schnell, (fast) ohne Öl: der Airfryer ist längst zum Liebling in vielen Küchen geworden. Pommes, Nuggets oder Gemüse gelingen darin oft besser als im Backofen und deutlich unkomplizierter. Doch so praktisch die Heißluftfritteuse auch ist – nicht alles gehört hinein: Manche Lebensmittel werden im Airfryer schlicht ungenießbar, andere sorgen für Rauch, Sauerei oder im schlimmsten Fall sogar für Schäden am Gerät.
Croissants aus dem Airfryer klingen verlockend, enden aber oft im Chaos: Blätterteig ist extrem leicht und wird durch den Luftstrom herumgewirbelt. Das Ergebnis: verbrannte Ecken, roher Kern, Teigfetzen am Heizstab. Wenn sich sogar Teigstücke lösen, kleben sie an Stellen fest, wo du sie kaum wieder weg bekommst. Das kann nicht nur stinken, sondern auch den Airfryer auf Dauer beschädigen.
Ein Stück Käse "mal kurz" schmelzen lassen in der Heißluftfritteuse? Keine gute Idee. Käse zerläuft, tropft nach unten und kann qualmen oder anbrennen. Je nach Sorte entstehen dabei auch sehr starke Gerüche, die sich regelrecht im Gerät festsetzen können. Und wenn der Käse am Heizstab landet, ist der Ärger vorprogrammiert.
Der Bacon wird im Airfryer zwar knusprig, produziert dabei oft aber massiv Rauch, weil Fett in die heiße Zone tropft. Je nach Modell kann das unangenehm stinken oder das Gerät verschmutzen.
Auch spritzendes Fett kann schnell zum Problem werden: Es verteilt sich im ganzen Innenraum und macht das Putzen zur Geduldsprobe. Wer Pech hat, löst damit sogar den Rauchmelder aus – besonders in kleinen Wohnungen.
Im Airfryer wird es oft zu heiß an der Oberfläche, während die Körner innen nicht gleichmäßig aufpoppen. Das Ergebnis: harte Körner und verbrannte Stellen. Außerdem können einzelne Körner durch den Luftstrom herumkullern und an den Heizbereich geraten – das macht’s nicht ungefährlicher.
Der Airfryer ist kein Kochtopf: Ungekochter Reis oder Pasta braucht Wasser, um weich zu werden. Ohne Flüssigkeit bleiben sie trocken und steinhart. Besser: Erst kochen, dann im Airfryer überbacken oder anbraten.
Dicke Pancake-Masse oder flüssiger Backteig sind im Airfryer eine schlechte Kombination: Er läuft durch den Korb, klebt fest und verbrennt am Boden. Zusätzlich kann die verbrannte Teigschicht in der Heißluftfritteuse einen unangenehmen Geruch hinterlassen, der beim nächsten Essen wiederauftaucht.
Ein großer Braten wirkt im Airfryer zwar schnell wie frisch vom Grill – doch innen ist er oft noch nicht gar. Der Grund: Die Hitze kommt bei dicken Fleischstücken nicht so gleichmäßig durch wie im Backrohr. Dadurch entsteht ein trügerisches Ergebnis: außen knusprig und appetitlich, innen aber noch roh oder halb durch. Wer sich da verschätzt, riskiert im schlimmsten Fall Bauchweh statt Genuss.
Der Airfryer ist ein echter Küchenheld, aber eben nicht für alles. Am besten gelingen darin Lebensmittel, die knusprig werden sollen und nicht zu flüssig oder zu fettig sind: Pommes, Potato Wedges, Fischstäbchen, Frühlingsrollen, Tiefkühl-Snacks, Ofengemüse oder auch kleine Aufback-Sachen.