Um Menschen länger in Beschäftigung zu halten, hat die Regierung mit Anfang 2026 das Modell der Teilpension eingeführt. "Das ermöglicht älteren Erwerbstätigen, im Beruf zu bleiben, aber ihre Arbeitszeit zu reduzieren und zugleich einen Teil ihrer Pension zu beziehen", erklärt SP-Arbeitsministerin Korinna Schumann.
Das sei ideal für alle, denen Vollzeit zu viel wird, die aber noch nicht ganz ausscheiden möchten – "ein schrittweiser Übergang in den Ruhestand". Da weiter in die Pensionsversicherung eingezahlt wird, erhöht sich auch die spätere Vollpension.
Auf den Punkt gebracht, arbeite man mit diesem Modell weniger, verdiene im Job aber weiter und spare gleichzeitig für eine höhere Pension an. Und habe trotz reduzierter Arbeitsstunden dank der teilweise ausgezahlten Pension ein vergleichsweise hohes Nettoeinkommen.
Es gibt drei Varianten der Arbeitszeitreduktion – zwischen mindestens 25 Prozent und maximal 75 Prozent. Entsprechend wird ein Teil der Pension bezogen – der Rest bleibt am Pensionskonto und erhöht sich weiter.
Alle, die einen Pensionsanspruch haben (Korridor-, Langzeitversicherten, Schwerarbeiter- und Alterspension), können die Teilpension wahrnehmen (zu beantragen bei der Pensionsversicherungsanstalt). Voraussetzung ist die Zustimmung des Arbeitgebers zur Reduktion der Arbeitsstunden.
Auch den öffentlichen Dienst habe man zuletzt noch für das Modell gewinnen können, so Schumann.
Bei einem vorzeitigen Pensionsantritt gelten auch bei der Teilpension die entsprechenden Abschläge. Diese reduzieren sich mit jedem Monat, den man länger arbeitet. Wer über das Regelpensionsalter (65) hinaus erwerbstätig bleibt, erwirtschaftet sogar noch Boni auf dem Pensionskonto.
Die Teilpension sei "ein Gewinn für alle", sagt Schumann. Das Modell bringe für die Beschäftigten Flexibilität beim Übergang in den Ruhestand. Und die Unternehmen würden länger von den Erfahrungen älterer Mitarbeiter profitieren. Nicht zuletzt soll das Angebot die Beschäftigung im Alter steigern.
Die Ministerin rechnet mit jährlich rund 10.000 Menschen, die in Teilpension gehen.
Um die Möglichkeiten der neuen Teilpension bekanntzumachen, startet das Ministerium jetzt eine bundesweite Informationskampagne.
Die Arbeiterkammer bietet zudem online die Möglichkeit, sich die eigene Teilpension auszurechnen. (teilpensionsrechner.arbeiterkammer.at)