Wer viel Geld verliert

Finanzexperte warnt vor "Pensionsfalle" in Österreich

Ein Finanzexperte rät dringend: Wer erst 2026 in Pension geht, bekommt lebenslang deutlich mehr. Der Grund ist eine Rekord-Erhöhung der Kontoguthaben.
André Wilding
20.11.2025, 22:30
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Es klingt wie ein schlechter Scherz, ist aber bitterer Ernst für viele, die 2025 ihren Ruhestand antreten wollen: Wer heuer noch in Pension geht, verzichtet auf ein saftiges Plus – und verliert damit Monat für Monat bares Geld. Der Grund: Zum Jahreswechsel 2026 wird das Pensionskonto aktiver Erwerbstätiger so stark aufgewertet wie noch nie.

Die geplante Anpassung beträgt laut aktuellen Berechnungen satte 7,3 Prozent – ein historischer Höchstwert, ausgelöst durch die starken Lohnzuwächse im Jahr 2024. Davon profitieren aber nur jene, die bis dahin weiterarbeiten. Wer sich hingegen noch 2025 verabschiedet, schaut durch die Finger.

"Deutlich weniger Pension"

Denn: Die reguläre Pensionserhöhung für bestehende Bezüge liegt mit 2,7 Prozent deutlich darunter – und jene, die heuer in Pension gehen, bekommen sogar nur die Hälfte davon, nämlich 1,35 Prozent. Wer eine Neupension von über 2.500 Euro brutto bezieht, erhält wegen der gestaffelten Anpassung sogar noch weniger: bloß 33,75 Euro brutto mehr im Monat.

"Achtung: Wer jetzt kurz vor Jahresende 2025 in den Ruhestand geht, bekommt lebenslang deutlich weniger Pension als jemand, der erst Anfang 2026 aufhört zu arbeiten. Wer nämlich bereits heuer in Pension geht, verzichtet auf die 7,3 Prozent Erhöhung für die Aktiven", warnt Martin Kwauka, Initiator des Finanzjournalistenforums, in der "Kronen Zeitung".

Und weiter: "Stattdessen bekommt er Anfang 2026 nur die Hälfte der allgemeinen Pensionserhöhung von 2,7 Prozent. Das ergibt unter dem Strich einen Verlust von rund sechs Prozent!"

Antrag stoppen

Personen, die den Antrag schon gestellt haben, sollten laut dem Finanzexperten prüfen, ob man diesen noch stoppen kann. "Wer sich den Aufschub des Pensionsantritts überlegt, muss also schnell handeln. Im Zweifelsfall sollte man versuchen, rasch die persönliche Situation zu klären und danach gegebenenfalls sofort Schritte setzen", wird Kwauka in der "Krone" zitiert.

{title && {title} } wil, {title && {title} } Akt. 20.11.2025, 22:33, 20.11.2025, 22:30
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