Kohlenhydrate haben einen schlechten Ruf. Sie machen dick, treiben den Blutzucker hoch und landen direkt auf der Hüfte. Doch schon von resistenter Stärke gehört? Sie kann etwas, das kaum ein anderer Nährstoff schafft: Sie wird gegessen, aber kaum verdaut. Und genau das macht sie so wertvoll.
Resistente Stärke ist kein Trendpulver und keine Diät-Erfindung. Sie steckt ganz normal in Lebensmitteln wie Kartoffeln, Reis, Pasta, Hülsenfrüchten oder grünen Bananen. Der Unterschied: Diese Stärke widersteht der Verdauung. Sie wird im Dünndarm nicht aufgespalten, sondern wandert weiter in den Dickdarm.
So entsteht "resistente Stärke"
Der Trick ist simpel: kochen und stehen lassen. Gekochte Kartoffeln, Reis oder Pasta entwickeln beim Abkühlen deutlich mehr Festigkeit. Nach dem Kochen und dem Aufwärmen bzw. dem Weiterverarbeiten von Speisen sollte zwischen 12 und 24 Stunden (je nach Lebensmittel) liegen.
Die kurzkettigen Fettsäuren aus der Fermentation, die dabei entstehen, wirken entzündungshemmend, stärken die Darmschleimhaut und können dadurch chronische Entzündungsprozesse abschwächen. Ein Bonus, der über die Verdauung hinausgeht.
Menschen mit Übergewicht, erhöhtem Blutzucker, metabolischem Syndrom oder (nicht-alkoholischer) Fettleber könnten besonders profitieren. Aber auch Gesunde haben etwas davon: bessere Verdauung, stabilerer Blutzucker und weniger Heißhunger.
Denn die resistente Stärke nährt das gesunde Mikrobiom des Darms. Durch die veränderte Darmflora werden der Fettstoffwechsel und die Entzündungsprozesse positiv beeinflusst. Leberwerte verbessern sich, Entzündungsmarker sinken.