Stadt investiert 6,5 Mio. Euro

Wohnbonus – Wiener Jungfamilie spart sich 10.000 Euro

Der Start in ein neues Zuhause kann für junge Familien teuer werden. Die Stadt Wien unterstützt deshalb mit einem günstigen Darlehen.
Wien Heute
29.09.2026, 22:17
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Der Start in eine neue Wohnung kann für junge Familien schnell teuer werden. Mit einem neuen bzw. bestehenden Förderangebot will die Stadt Wien Familien beim Finanzierungsbeitrag für geförderte Wohnungen unter die Arme greifen – eine vierköpfige Beispielfamilie kann sich laut Stadt dadurch rund 10.000 Euro ersparen.

Günstiger Kredit für den Eigenmittelanteil

Wer in eine geförderte Wohnung eines gemeinnützigen Bauträgers einzieht, muss meist einen Finanzierungsbeitrag leisten. Dieser liegt laut Stadt in der Regel zwischen 15.000 und 30.000 Euro. Genau hier setzt das sogenannte Eigenmittelersatzdarlehen an.

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"Keine Stadt steht weltweit so für leistbares Wohnen wie Wien. In unserer Stadt sorgen wir dafür, dass Wohnen für alle Wienerinnen und Wiener leistbar bleibt. Darum stellen wir heuer 6,5 Millionen Euro für einen leistbaren Start in ein neues Zuhause zur Verfügung.", so Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ).

Das Darlehen wird mit einem fixen Zinssatz von nur einem Prozent verzinst. Je nach Einkommen beginnt die Rückzahlung erst nach fünf Jahren und kann sich über bis zu 25 Jahre erstrecken.

Weniger Einkommen, mehr Förderung

Wie hoch die Unterstützung ausfällt, hängt vom Haushaltseinkommen ab. Für eine vierköpfige Familie mit einem Jahresnettoeinkommen bis 53.560 Euro sind Darlehen von bis zu 12,5 Prozent der Baukosten möglich. Bis zu einem Einkommen von 72.300 Euro sind es 7,5 Prozent, bis 80.970 Euro 5 Prozent und bis 89.440 Euro 2,5 Prozent.

Zusätzlich kann bei den beiden niedrigeren Förderstufen eine Grundkostenförderung beantragt werden. Diese beträgt 200 Euro pro Quadratmeter in Förderstufe 1 beziehungsweise 100 Euro in Förderstufe 2.

Beispiel: Rund 10.000 Euro Ersparnis

Wie viel das ausmachen kann, zeigt das Rechenbeispiel der Stadt: Eine vierköpfige Familie mit einem Jahresnettoeinkommen von 70.000 Euro zieht in eine 93 Quadratmeter große geförderte Wohnung ein. Für den Eigenmittelanteil wären rund 39.000 Euro fällig.

Über das Fördermodell könnten 23.400 Euro für die Baukosten und weitere 9.300 Euro für die Grundkosten finanziert werden – insgesamt also 32.700 Euro. Würde die Familie den Betrag stattdessen zu einem angenommenen Zinssatz von vier Prozent am freien Markt finanzieren, würden laut Stadt rund 46.000 Euro an Gesamtkosten entstehen. Mit dem Ein-Prozent-Darlehen sollen sich dadurch rund 10.000 Euro sparen lassen.

Alle mitziehenden Personen unter 40 Jahren erhalten außerdem einen zusätzlichen Bonus bei der anrechenbaren Wohnfläche. Bei einer Familie mit zwei Kindern können dadurch bis zu 115 Quadratmeter berücksichtigt werden.

Antrag binnen drei Monaten

Das Eigenmittelersatzdarlehen kann online oder persönlich bei der MA 50 beantragt werden. Der Antrag ist kostenlos und muss innerhalb von drei Monaten nach Vertragsabschluss gestellt werden. Mit einem Online-Rechner der Stadt lässt sich vorab prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Förderung erfüllt werden.

red,29.09.2026, 22:17
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