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Wollen ÖFB-Bosse "Arnie" nicht mehr als Kapitän?

Marko Arnautovic reagierte mit einer Brandrede auf das Dzeko-Foto. Das Selfie könnte ihm die Kapitänsbinde gekostet haben.
Heute Redaktion
13.09.2021, 19:16

Am Freitag steht das ÖFB-Team gegen Nordirland (20:45 Uhr, Wien, "Heute" tickert live) schon unter Siegeszwang. Der Auftakt in die Nations League ging in Bosnien mit 0:1 verloren.

Marko Arnautovic hatte Österreich als Kapitän aufs Spielfeld geführt, den verletzten Julian Baumgartlinger ersetzt. Auch deshalb sorgte das anschließende "Party"-Foto mit Siegestorschützen Edin Dzeko in Sarajevo für Aufregung.

Der Goalgetter hatte dieses um drei Uhr in der Früh in seiner Instagram-Story verbreitet. Arnautovic wurde daraufhin scharf kritisiert, seiner Vorbild-Rolle als Kapitän nicht gerecht geworden zu sein.

Bosse sauer

ÖFB-Boss Leo Windtner kommentierte das am Mittwoch mit einem säuerlichen Unterton: "Marko hat nicht bedacht, welche Sekundärfolgen dieses Foto hatte." Wie der "Kurier" berichtet, hätten in der letzten Präsidiums-Sitzung einige Mitglieder gefordert, dass Arnautovic künftig nicht mehr Kaptiän der Nationalmannschaft sein solle.

Die letzte Entscheidungsgewalt liegt weiterhin bei Teamchef Franco Foda. Allerdings wurde er über den Wunsch der ÖFB-Bosse in Kenntnis gesetzt.

Arnautovic-Brandrede

Arnautovic sprach am Mittwoch vor heimischen Pressevertreter Klartext, erklärte seine Sicht der Dinge:

"Es wurde natürlich von euch zelebriert, als würde ich um drei Uhr Früh bummzu mit dem Dzeko irgendwo Party machen. Ich sage euch aber: Das Foto wurde nicht um drei Uhr gemacht", stellt Arnautovic klar. "Nummer zwei: Niemand hat das Recht, über mein Privatleben zu reden. Das ist mein Leben. Ich wurde vom Trainer freigestellt, es war alles ausgemacht. Dzeko hätte sich auch mit mir getroffen, wenn wir gewonnen hätten. Wir hatten uns lange nicht gesehen. Damals, als ich nach Manchester gezogen bin, hat er mir sehr geholfen. Die einzige Chance sich zu treffen war nach der Partie."

An seine Kritiker richtet er aus: "Sie sollen einfach auf sich schauen. Ich habe noch nie jemanden in den Medien kritisiert. Ich habe schon so viel für das Nationalteam gemacht, ich gebe alles für dieses Land. Ich würde mir mehr Respekt verdienen. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Die Leute sollen schreiben, was sie wollen. Ich weiß, dass ich seit zehn Jahren alles für dieses Land gebe. Ich habe nie nachgelassen und werde nie nachlassen."

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(Heute Sport)

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