16-Jähriger verurteilt

"Wollte dazugehören" – Lehrling verbreitete IS-Videos

In Wiener Neustadt musste sich ein Lehrling (16) vor Gericht verantworten. Er soll IS-Propaganda verbreitet haben. Der Bursch wollte "dazugehören".
Niederösterreich Heute
19.08.2026, 14:01
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Seine Online-Aktivitäten hatten für einen Lehrling aus dem Bezirk Baden Konsequenzen. Der 16-Jährige sei zum Islam konvertiert und habe dann IS-Propaganda verbreitet. Schlussendlich kam ihm der Staatsschutz auf die Spur und konfrontierte den Burschen in der Berufsschule.

Nun musste sich der Jugendliche vorm Landesgericht Wiener Neustadt verantworten. Die Vorwürfe lauteten auf "Terroristische Vereinigung". Darauf stehen bis zu zehn Jahre Haft. Dementsprechend reumütig zeigte sich der Bursch in der Verhandlung.

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"Wenn ich gewusst hätte, ..."

"Wenn ich gewusst hätte, was das für Auswirkungen hat, wäre ich niemals zum Islam konvertiert", wird der 16-Jährige, der von seiner schluchzenden Mutter begleitet wurde, vom "Kurier" zitiert. Die Video- und Audio-Dateien, die der Bursch verbreitet hatte, sollen es in sich gehabt haben.

Es habe sich um Aufnahmen gehandelt, die "radikal-islamistische Umtriebe bis hin zum terroristisch motivierten Massenmord glorifizierten". Zudem habe sich der 16-Jährige selbst als IS-Kämpfer präsentiert. Wie er selbst vor Gericht sagte, um dazuzugehören.

Das Urteil

Offenbar dürfte der Islamische Staat im Freundeskreis des 16-Jährigen, der nur einmal selbst eine Moschee besucht habe, beliebt gewesen sein. Diese Freunde habe der Lehrling jedoch nur über die sozialen Medien gekannt.

Inzwischen möchte er mit dem Islam nichts mehr zu tun haben. Laut eigener Aussage habe sich der Teenager beeinflussen lassen und einfach mitgemacht. Auch sein Anwalt sprach davon, dass der 16-Jährige einer "fehlgeleiteten Ideologie aufgesessen" sei.

Laut einem Beamten habe sich der Jugendliche stets kooperativ sowie geständig gezeigt und sei "zusammengebrochen", als man ihn mit den Vorwürfen konfrontiert habe. Diese Umstände dürften sich mildernd ausgewirkt haben. Schlussendlich erhielt der 16-Jährige eine bedingte Haftstrafe von sechs Monaten. Diese scheine nicht in seinem Strafregister auf.

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