Was kommt nach "Heast" und "Renaturierung"? Die Wahl zum österreichischen "Wort des Jahres" 2025 ist offiziell gestartet – und damit auch die Entscheidungen über das "Unwort", das "Jugendwort", den "Spruch" und den "Unspruch" des Jahres. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 4. Dezember durch die Gesellschaft für Österreichisches Deutsch (GSÖD) in Graz.
In diesem Jahr stehen Begriffe wie "Ampel-Regierung", "Elch Emil", "Veggie Würstl" oder der augenzwinkernde Ausdruck "Achter-Sepp" auf der Homepage zur Wahl.
Letzterer bezieht sich auf Neos-Staatssekretär Sepp Schellhorn, der angeblich nicht einen Audi A6, sondern einen Audi A8 als Dienstwagen verlangt haben soll – weil ihm der A6 zu wenig geräumig gewesen sei.
Beim Jugendwort liefern sich unter anderem "Six-Seven", "Rede!" und "Checks" ein heißes Rennen um die Krone. Weitere Vorschläge findest du in der Umfrage. Der deutsche Gewinner – "das crazy" – findet sich überraschenderweise nicht unter den Kandidatenwörtern.
Und auch Toni Polster hat ein Auge auf seinen nächsten Titel geworfen. Sein legendärer Satz "Das ist eine Auswahl von Pizzabäckern, aber mit Sicherheit keine Nationalmannschaft", gesprochen über die Elf von San Marino nach der 10:0-Niederlage gegen Österreich, könnte es bei der Wahl zum Unspruch des Jahres ordentlich "polstern" lassen.
Im Vorjahr ehrte der Spruch des Jahres "Lugner ist immörtal" den verstorbenen Baumeister und Society-Löwen Richard Lugner. "Renaturierung" sicherte sich mit 24 Prozent der Stimmen den Titel "Wort des Jahres". Es beschreibt die Rückführung landwirtschaftlich oder industriell genutzter Flächen und Gewässer in einen naturnahen Zustand. Die Jury bezeichnete das Wort als "politisch stark aufgeladen", nicht zuletzt, weil Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) "entscheidend dazu beigetragen hat, dass das Renaturierungsgesetz der EU verabschiedet wurde."
Auf den weiteren Plätzen landeten "ChatGPT" und "Swiftie", die Bezeichnung für die Fans der US-Sängerin Taylor Swift.
Das Unwort des Jahres 2024 war "Volkskanzler", gefolgt von "Talahon" und "Remigration". Beim Jugendwort des Jahres setzte sich der typisch wienerische Ausdruck "Heast" durch, gefolgt von "cooked" – für eine ausweglose Situation („Ich bin erledigt“ oder "Ich bin cooked“) – und "Aura".