Paredes trat als Fußball-Rowdy im WM-Finale gegen Spanien (0:1 nach Verlängerung) auf. Negativer Höhepunkt dabei: Nach dem Schlusspfiff hatte der Argentinier Spaniens Gavi zu Boden gestoßen – eine äußerst unsportliche Aktion, die eigentlich eine Rote Karte nach sich ziehen hätte sollen. Die FIFA leitet jedenfalls Ermittlungen ein.
Zuvor hatte Paredes bereits Eric Garcia am Hals gepackt, nachdem es zwischen dem Innenverteidiger und Spanien-Kapitän Rodri, sowie Nahuel Molina aufseiten der Argentinier ein Scharmützel gegeben hatte. Molina hatte ohne ersichtlichen Grund dem vorbeilaufenden Rodri einen Schlag auf die Brust verpasst.
Nun sorgt ein Bericht von "Ole" aus Argentinien für Aufsehen. Demnach habe Paredes mit einem Rippenbruch gespielt. Mehr noch: Der 32-Jährige soll sogar drei WM-Spiele mit der Verletzung bestritten und sogar Atemprobleme gehabt haben. Allerdings hatte Argentiniens Verband die Paredes-Verletzung geheim gehalten. Man habe befürchtet, dass Gegenspieler versuchen könnten, den Argentinier genau an dieser Stelle zu treffen.
Bei der WM war Paredes in sieben der acht WM-Partien zum Einsatz gekommen, darunter 90 Minuten in der Vorrunde gegen Jordanien und im Achtelfinale gegen Ägypten. Gegen die Schweiz war der 32-Jährige im Viertelfinale sogar 110 Minuten im Einsatz gewesen – es müsste die erste Partie mit der gebrochenen Rippe gewesen sein.
Paredes steht bei den Boca Juniors in Argentinien unter Vertrag. In der Nacht zum Freitag geht es in der Copa Sudamericana gegen O´Higgins. Der Argentinier, immerhin Kapitän des Klubs, könnte die Partie eben aufgrund der Verletzung verpassen.