2010 krönte sich Spanien erstmals zum Weltmeister, 16 Jahre später hat die "Furia Roja" dieses Kunststück wiederholt. Im Finale holten die Iberer in einem eher zähen Match den 1:0-Erfolg nach Verlängerung gegen Lionel Messi und seine Argentinier.
Die Spanier waren im Vorfeld freilich als einer der ganz großen Favoriten gehandelt worden, gemeinsam mit Halbfinal-Gegner Frankreich. Doch dass es Spanien ja beinahe werden "musste", das zeigt eine Reihe von Parallelen zum WM-Titel vor 16 Jahren.
2010 und 2026 sang Popkünstlerin Shakira jeweils den offiziellen WM-Song. Erst "Waka Waka", nun "Dai Dai" – dass die Titel eine gewisse Ähnlichkeit haben, lassen wir hier einmal weg. Die zweite Parallele: 2010 und 2026 gab es dasselbe Eröffnungsspiel bei der WM. Vor 16 Jahren war es Südafrika gegen Mexiko, nun Mexiko gegen Südafrika.
Wie vor 16 Jahren startete Spanien als Europameister in die WM, war deshalb auch einer der Favoriten. Wie 2010 begann das Turnier auch dieses Mal ohne ein eigenes Tor, hatte sich Spanien mit einem mageren 0:0 gegen Sensationsteam Kap Verde begnügen müssen, beim Turnier in Südafrika war es ein 0:1 gegen die Schweiz gewesen.
Ebenso eine Parallele: In beiden Turnieren war Spanien in die Gruppe H gelost worden und beendete sie jeweils als Gruppensieger. Und bei beiden Turnieren trat Spanien am letzten Spieltag gegen eine von Marcelo Bielsa trainierte Mannschaft an – 2010 gegen Chile, diesmal gegen Uruguay. Es gab jeweils Siege.
Noch mehr gefällig? Wie vor 16 Jahren bildeten auch diesmal acht Spieler des FC Barcelona das Gerüst der Mannschaft, wie vor dem ersten WM-Titel der "Furia Roja" hatte sich Barcelona den spanischen Meistertitel gesichert und Erzrivale Real Madrid die Saison ohne Titel beendet. Wie vor 16 Jahren steht nun auch Jose Mourinho im Mittelpunkt. Nach der WM 2010 begann der portugiesische Star-Trainer sein Amt bei Real Madrid, nun wird er wieder Coach der "Königlichen".