Nach seiner Festnahme wegen mutmaßlichen Drogenbesitzes meldet sich Ski-Legende Bode Miller nun selbst zu Wort. Der ehemalige Olympiasieger weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe entschieden zurück.
In einem Statement auf Instagram schilderte der 48-Jährige seine Sicht der Dinge. "Ein Freund, der mit mir unterwegs war, hatte eine kleine Menge Cannabis und eine Cannabis-Pfeife bei sich. Davon wusste ich nichts", erklärte Miller. Man habe bei der Kontrolle vollständig mit den Behörden kooperiert. "Ich hoffe, dass die Anklage fallengelassen wird, sobald die Umstände geprüft wurden", so der US-Amerikaner.
Die Festnahme erfolgte Anfang Juni im Bundesstaat Idaho. Laut der Nachrichtenagentur AP geht aus den Gerichtsakten nicht hervor, wie es zu dem Vorfall gekommen sein soll. Ein stellvertretender Sheriff gab jedoch an, bei Miller sei eine Tüte aus einer Cannabis-Apotheke mit 4,1 Gramm halluzinogenen Psilocybin-Pilzen gefunden worden.
Wie der Sender ABC berichtet, kam der frühere Skistar nach Hinterlegung einer Kaution von 5.000 US-Dollar (rund 4.400 Euro) wieder auf freien Fuß. Das Verfahren läuft weiterhin. Für den 29. Juli ist eine weitere Anhörung angesetzt.
Der Fall sorgt auch deshalb für Aufmerksamkeit, weil Idaho zu den US-Bundesstaaten mit besonders strengen Drogengesetzen zählt. In anderen Regionen der USA, darunter Colorado und Oregon, wurde Psilocybin bereits für bestimmte therapeutische Anwendungen legalisiert.
Miller beendete seine erfolgreiche Karriere im Jahr 2017. Der Amerikaner gewann insgesamt sechs olympische Medaillen und ist damit der erfolgreichste männliche US-Skirennläufer der Geschichte. Zudem sicherte er sich zweimal den Gesamtweltcup und feierte Siege in allen fünf alpinen Disziplinen.
Privat musste Miller einen schweren Schicksalsschlag verkraften. Seine Tochter Emmy starb 2018 im Alter von nur 19 Monaten bei einem tragischen Unfall. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Morgan hat der frühere Skistar insgesamt sechs Kinder, aus früheren Beziehungen stammen zwei weitere Kinder.