"Weißt nie wie lange.."

Wut-Norweger schreibt Brief an verstorbenen Opa

Atle Lie McGrath war der tragische Held des Olympia-Slaloms. Jetzt sendete er eine emotionale Botschaft an seinen verstorbenen Opa.
Sport Heute
18.02.2026, 15:31
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Die Bilder taten schon beim Zuschauen weh! Atle Lie McGrath hatte im Olympia-Slalom Gold selbst in der Hand, führte nach dem ersten Durchgang überlegen. Nur ging es bei dem Lauf mehr als nur um eine Medaille. Der Norweger wollte Gold für seinen verstorbenen Opa holen – doch dann kam alles anders.

Einfädler, aus der Traum. Während das Schweizer Team um Loic Meillard über Gold jubelte, entledigte sich McGrath seiner Stöcke – schleuderte sie weg, schnallte seine Ski ab und ergriff die Flucht. Was danach passiert, geht um die Welt: Der Slalom-Spezialist stapfte davon und legte sich alleine am Waldrand in den Schnee.

"Kümmert euch um die Menschen, die ihr liebt"

Jetzt meldete sich McGrath auf Instagram mit einem emotionalen Posting an seinen Großvater, den er liebevoll "Fafao" nannte – richtete emotionale Worte an den Verstorbenen. "Ich habe alles gegeben. Ich habe meinen größten Traum verfolgt. Ich habe versucht, die Scherben meines gebrochenen Herzens aufzusammeln – nur um es erneut zerbrechen zu lassen."

Und er schickte eine Botschaft, die weit über den Sport hinausgeht: "Kümmert euch um die Menschen, die ihr liebt. Man weiß nie, wie lange man sie noch hat."

"Hast nur gelächelt und warst stolz"

McGraths Großvater Svein Lie war am 6. Februar im Alter von 83 Jahren gestorben – genau am Tag der Olympia-Eröffnungsfeier. "Ich habe jemanden verloren, den ich so sehr liebe. Ich brauchte einfach einen Moment für mich", erklärte er nach seiner Flucht im Ziel später. Die beiden hatten ein besonderes Verhältnis, Opa McGrath ein großer Unterstützer seines Enkelkindes.

"Du warst immer für mich da, egal, was war, und hast mich bei jeder Entscheidung unterstützt. Selbst als ich sagte, ich wolle Skifahrer werden, hast du nur gelächelt und warst so stolz, dass ich den unbekannten Weg gewagt habe, obwohl ich nicht wusste, wohin er führen würde", verabschiedete sich der Ski-Star.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 18.02.2026, 16:51, 18.02.2026, 15:31
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