Schlechtes Omen für Paare?

Zu schwer – Stadt entfernt 1,5 Tonnen Liebesschlösser

Weil sie auf Dauer ein echtes Sicherheitsrisiko darstellen könnten, werden dieser Tage wieder unzählige Liebesschlösser vom Makartsteg entfernt.
Newsdesk Heute
02.03.2026, 17:18
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Den Valentinstag haben sie noch überlebt, jetzt wird ihnen der Garaus gemacht: Seit Montag sind Mitarbeiter des städtischen Bauhofs in Salzburg im Einsatz, um den Marko-Feingold-Steg zwischen Makart- und Hanuschplatz von besonders großen und schweren "Liebesschlössern" zu befreien.

Die Vorhängeschlösser werden gerne ins Gitter gehängt, der Schlüssel oft in die Salzach geworfen, um die "ewige" Verbundenheit zweier Liebender zu verdeutlichen. Die schiere Menge setzt dem Netz – ein wichtiger Fallschutz für Passanten – aber ordentlich zu. Das Risiko, dass das Brüstungsnetz nachgibt oder beschädigt wird, steigt.

Sicherheitsrisiko

Entstehen Löcher oder andere Beschädigungen, ist das nicht nur aus Sicht des Fallschutzes problematisch: Auch herunterhängende Schlösser oder ein beschädigtes Netz können dazu führen, dass Personen hängen bleiben oder sich verletzen. Die jährliche Entfernung ist daher eine vorbeugende Maßnahme, um das Sicherheitsniveau am stark frequentierten Steg aufrechtzuerhalten und einen größeren Eingriff zu vermeiden.

"Ein Riss im Netz wäre ein echtes Sicherheitsrisiko und würde einen aufwendigen, teuren Austausch nach sich ziehen. Außerdem wollen wir verhindern, dass durch Löcher gefährliche Situationen entstehen – etwa wenn Kinder so ein Loch als Steighilfe nutzen", erklärt Herbert Seebauer, Leiter des städtischen Bauhofs, die Maßnahme.

Sechs Mitarbeiter im Einsatz

Ein kompletter Austausch des Brüstungsnetzes wäre aufwendig und kostspielig und könnte außerdem mit einer vorübergehenden Sperre verbunden sein. Mit der regelmäßigen Entlastung wird die Lebensdauer des Netzes verlängert und die Sicherheit für alle, die den Steg täglich nutzen, gewährleistet.

Gearbeitet wird tagsüber, dabei sind jeweils fünf bis sechs Mitarbeiter im Einsatz. "Wir nehmen Schlösser nach Augenmaß herunter: Der Schmuck bleibt sichtbar – aber die Belastung für das Netz wird reduziert", stellt Herbert Seebauer klar, dass nicht alle Schlösser entfernt werden. "Diese Aktion richtet sich nicht gegen Liebesschlösser – sie ist eine Sicherheitsmaßnahme."

Paare können Schlösser suchen

Die Stadt rechnet auch heuer wieder mit Mengen in einer ähnlichen Größenordnung wie in den Vorjahren: Insgesamt werden jährlich rund 1,5 Tonnen Liebesschlösser entfernt. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem große und schwere Schlösser, weil sie das Brüstungsnetz besonders stark belasten.

Die entfernten Liebesschlösser werden von der Stadt Salzburg für ein Jahr aufbewahrt. Paare, die ihr entferntes Schloss wieder abholen möchten, können sich beim städtischen Bauhof melden. Aufgrund der großen Anzahl der Schlösser ist das Wiederfinden des eigenen Schlosses allerdings eher unwahrscheinlich. Nach Ablauf eines Jahres werden die Schlösser dem Recyclinghof übergeben.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 02.03.2026, 17:21, 02.03.2026, 17:18
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