Sport

Zu spät am Start! Shiffrin verpasste beinahe Rennen

Heute Redaktion
13.09.2021, 14:59

Mikaela Shiffrin durchläuft in der aktuellen Saison eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Nach dem Debakel von Courchevel kam die US-Amerikanerin mit dem überlegenen Riesentorlauf-Sieg von Lienz in die Ski-Weltklasse zurück.

Rang 17 im Courchevel-Riesentorlauf hat der US-Amerikanerin offenbar so richtig zugesetzt. Nach dem Debakel hatte die Ski-Queen ihr Rennen vor Weihnachten in Val d'Isere ausgelassen.

In Lienz schlug Shiffrin dann zurück – schon im ersten Durchgang, führte den Riesentorlauf mit der Halbzeit-Bestzeit an. Im Ziel wirkte die US-Amerikanerin trotzdem ratlos. Nach ihrer Sensationsfahrt zur Bestzeit hockte sich die 24-Jährige im Ziel nieder, schüttelte ungläubig den Kopf. Der Druck war von der 62-fachen Weltcupsiegerin abgefallen.

Umso mehr, weil das US-Girl am Start im Stress war. "Ich habe eigentlich gedacht, dass das Rennen um 10:30 Uhr startet. Um 10:15 Uhr wollte ich mich dann aufwärmen, musste aber gleich ins Starthaus", erzählte Shiffrin.

"So hab ich nicht die Zeit gehabt, zu viel nachzudenken. Vielleicht war das ganz gut", lachte die US-Amerikanerin. Es entpuppte sich als goldrichtige Entscheidung. Shiffrin gewann ihren ersten Saison-Riesentorlauf, hatte 1,36 Sekunden Vorsprung auf Marta Bassino.

Shiffrin hatte zuletzt abseits der Skipisten für Schlagzeilen gesorgt. Sie zeigte sich wegen des Klimawandels besorgt, mahnte: "In 40 Jahren können wir nicht mehr Ski fahren" und offenbarte ungewohnte Versagensängste. "Ich habe Angst, nicht mehr zu gewinnen", sagte sie noch vor dem Technik-Wochenende in Osttirol.

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