Die Teuerungen treffen eine Wiener Familie mit voller Wucht. Mit ihren zwei Kindern und ihrem Ehemann lebt Jasmina B. (Name geändert, Anm.) in einer Zweizimmerwohnung, Einkäufe im herkömmlichen Supermarkt sind kaum möglich. Dass die Preise seit Monaten immer mehr in die Höhe schießen, belastet die 30-Jährige sehr.
Seit einem Jahr geht Jasmina B. immer wieder im Sozialmarkt in der Ullreichgasse 13 einkaufen. Der Grund für die unregelmäßigen Besuche dort ist nicht etwa, dass sie die Teuerungen nicht spürt: "Er ist einfach zu weit von meiner Wohnung entfernt", schildert die Mutter.
In ihrer Zweizimmerwohnung spürt die Mutter deutlich: Die Miete schießt durch die Decke. Ihr Mann ist Alleinverdiener, er arbeitet als Lagerarbeiter. "Strom, Gas und Miete – alles ist teuer."
Obwohl zwei Zimmer für eine vierköpfige Familie bei Weitem nicht groß sind, müssen Jasmina und ihr Mann tief in die Taschen greifen, um sich das Leben in Wien leisten zu können: 630 Euro gehen für die Miete drauf, Gas kostet sie 260 Euro, 160 Euro für Strom kommen noch dazu.
"Das war vor drei Monaten so. Mittlerweile erzählt mein Mann schon, dass die Preise gestiegen sind", so die 30-Jährige.
Nur bei Diskontern findet die Wienerin Lebensmittel, die sie sich einigermaßen leisten kann. Kleine Überraschungen für ihre Kinder kann sich Jasmina nicht leisten. "Gott sei Dank lieben sie Süßigkeiten sowieso nicht so." Selten kauft sie ihnen salzige Snacks wie Chips oder Flips.