Der Döner-Skandal in Wien und Umgebung nimmt immer größere Ausmaße an. Nach dem Fund von Salmonellen in einem Kebab-Spieß in einem Lokal in Wien-Hernals, ist klar: Es geht nicht nur um einen Einzelfall – doch wie groß das Problem wirklich ist, kann derzeit niemand sagen.
Denn der betroffene Lieferant hat seine Ware an zahlreiche Dönerläden in Wien und Umgebung ausgeliefert. Brisant: Selbst im Betrieb weiß man laut "Heute"-Nachfrage aktuell nicht, wie viele Lokale die belastete Charge tatsächlich erhalten haben.
Laut "Heute"-Nachfrage wird derzeit erst mühsam nachvollzogen, wohin das Fleisch überall ging. Ein vollständiger Überblick fehlt – während gleichzeitig nicht ausgeschlossen werden kann, dass Teile der Lieferung bereits verkauft wurden. Damit steht im Raum, dass Kunden den belasteten Döner bereits gegessen haben könnten. Wie viele betroffen sind, ist völlig offen – und genau das macht die Lage so heikel.
Aufgeflogen ist der Skandal bei einer Kontrolle in einem Dönerladen im 17. Bezirk. Dort wurden Salmonellen in einem Hühner-Spieß entdeckt. Der Fund löste den Rückruf der betroffenen Charge aus.
Was du jetzt tun solltest
Wenn du glaubst, dass du belasteten Döner gegessen hast, solltest du auf Symptome achten. Typisch für eine Salmonellen-Infektion sind Durchfall, Bauchschmerzen, Fieber und Übelkeit - oft wenige Stunden bis Tage nach dem Verzehr.
Wichtig: Trink ausreichend und schone deinen Körper. Sollten die Beschwerden stärker werden oder länger anhalten, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Besonders vorsichtig sollten ältere Menschen, Kinder und Schwangere sein - bei ihnen kann eine Infektion schwerer verlaufen.
Konkret geht es um den "Vatan Döner 7 Kg Tiefkühl", Charge 008/2026. Der Händler fordert alle Abnehmer auf, die Ware sofort zurückzugeben. Gleichzeitig laufen die Ermittlungen auf Hochtouren.
Wie es zu der Verunreinigung kommen konnte, ist weiter unklar. Der betroffene Spieß wurde vom Lokal selbst abgeholt – daher schließt der Betrieb nicht aus, dass die Keime auch beim Transport entstanden sein könnten.
Die Behörden prüfen nun alle Möglichkeiten. Erste Ergebnisse werden aber erst in rund zwei Wochen erwartet.